Das Buch “Wat, de kann Platt?” wird in Münster vorgestellt!

 

Wat, de kann Platt?

                          Vorstellung des Buches über das Plattdeutsche im Osnabrücker und Münsterland

                    auf dem Mühlenhof-Freilichtmuseum in Münsteram Samstag, 12. November 2022 .

                          Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr im Mühlenhaus. Der Eintritt ist frei.

 

Seit Jahrzehnten wird der Niedergang des Plattdeutschen in Nordwestdeutschland beschworen. Und doch ist die regionale Mundart immer noch nicht tot. Allerdings gehören ihre aktiven Sprecherinnen und Sprecher zumeist der Generation 50+ an. Doch woran liegt das eigentlich?

Dieser spannenden Frage geht das Buch „Wat, de kann Platt?“ nach, das am Samstag, 12. November 2022 im Mühlenhof-Freilichtmuseum in Münster vorgestellt wird.

Der reich illustrierte und ansprechend gestaltete Band versammelt gut 90 Autoren aus dem Osnabrücker und dem Münsterland, die ihre Erfahrungen mit der niederdeutschen Sprache zum Ausdruck bringen. Darunter sind bekannte Größen der überregionalen Plattdeutsch-Szene wie Otto Pötter aus Rheine, Dr. Klaus-Werner Kahl und Rudolf Averbeck aus Hörstel-Riesenbeck, Ludger Plugge aus Emsdetten, Georg Bühren, Richard Schmieding und Gerhard Schneider (Abendgesellschaft Zoologischer Garten) aus Münster, Hans-Peter Boer aus Nottuln, Birgit Schulze Havixbeck aus Havixbeck oder Franz Buitmann aus Bersenbrück. Einige von diesen werden am Samstag auch selbst zu Wort kommen.

Die humorvollen, aber auch nachdenklichen Beiträge, die sowohl in Hoch- und Niederdeutsch geschrieben sind, werden durch plattdeutsche Lieder, Döhnekes und Gedichte ergänzt.

Das Werk richtet sich somit sowohl an urig Plattdeutschsprechende als auch an Leserinnen und Leser, die in der Sprache nicht so sehr beheimatet, dennoch an ihr interessiert sind. Und das Buch weist noch eine weitere Besonderheit auf: Viele Beiträge sind mit einem sogenannten QR-Code verknüpft, der zu längeren und kürzeren Video-Interviews im Internet führt. Hier kann man sich etwa staunend davon überzeugen, wie gut der in Waterloo (Iowa/USA) geborene und aufgewachsene Alan Harms das Plattdeutsche beherrscht und wie es eigentlich dazu kommt, dass ein Amerikaner Niederdeutsch spricht. Auch Harms wird bei der Vorstellung persönlich zugegen sein.

Das Buch Wat, de kann Platt? Selbstzeugnisse, Geschichten und Gedichte aus dem Münsterland und dem Osnabrücker Land, hrsg. v. Helmut Lensing, Bernd Robben u. Christof Spannhoff, Meppen 2021, 384 S., ISBN 978-3-9821831-4-5, kann für 24,90 im Buchhandel, im Internet oder unter kontakt@emslandgeschichte.de bezogen werden.

Weitere Informationen unter: www.watt-up-platt.de