Die Familie Vehn lebte in einem Doppelheuerhaus. Dabei war die andere Hälfte schon nicht mehr bewohnt und verfiel zusehends.
Franz schlief mit seinem Bruder noch in einer Butze, eine Art Schrankbett. Diese Schläfstätten waren sehr ungesund, sie galten als Brutstätten für die sehr gefährliche Schwindsucht, an der die Menschen in einem Sichtum dahin starben.
Zu meiner Zeitungsarbeit: Jeden Dienstag und in der Oldenburgischen
Volkszeitung am Sonntag erscheinen jeweils plattdeutsche Texte.
Jede dritte schreibe ich, und ich sorge dafür, dass Sonntags immer eine erscheint. Manchmal korrigiere ich auch Texte anderer Autoren. Meinen letzten Text über die AFD schicke ich dir mal zu. Er hat hier für viel Wirbel gesorgt.
Und zur Uni fahre ich jeden zweiten Monat, um im Arbeitskreis von Prof. em. Wilfried Kürschner mitzuarbeiten. Wir haben vor einigen Jahren Studenten in plattdeutscher Sprache unterrichtet. Viele dieser Studenten haben dann Examensarbeiten über Plattdeutsch geschrieben. Mitglieder des Arbeitskreises überarbeiten zur Zeit das Plattdeutsche Wöterbuch
“Ollenborger Münsterland – Use Wörbauk. Da bin ich nur beratend tätig.
Im Arbeitskreis werden u.a. plattdeutsche Texte besprochen und besondere
Ereignisse vorbereitet, die etwas mit unserm Platt zu tun haben.
Malte, Torben und Jakob laden eine Alte-Leute-Sprache auf. Sie rappen auf Plattdeutsch – oder wie sie es formulieren: “De fofftig Penns machen plattdüütsch-angetrashtes voll-auf-die-zwölf Elektro/HipHop-Geschranze.”
Malte Battefeld, 26, Torben Otten, 25, und Jakob Köhler, 25, sind zwei Studenten und ein Werbetexter aus Bremen, die heute in Berlin und Hamburg leben. Bis zur 13. Klasse konnten sie kaum Plattdeutsch sprechen. Dann besuchten sie aus Spaß einen Kurs in der Schule, schrieben dort ihr erstes Lied und gründeten De fofftig Penns.
Zwar rappten Fettes Brot mit “Nordisch by Nature” auch schon “op Platt inne Disco”, doch De Fofftig Penns ist die wohl erste und bislang einzige plattdeutsche Elektro-Hip-Hop-Band, die sich vollständig dem Plattdeutschen verschrieben haben. Nach dem Abi pausierte die Band, im Dezember 2007 wurde sie von den Jungs wiederbelebt.
Vörkurs un Arbeidsbladen
to dat Spraaklehrbook
van Herma Knabe un Cornelia Nath
Entstanden im Pilotprojekt “Plattdeutsch in der Schule” in Zusammenarbeit mit der
Regionalsprachlichen Fachstelle der Ostfriesischen Landschaft (Plattdüütskbüro) und mit
Unterstützung des Projekts „Plattdeutsch für Kinder“ der Ostfriesland-Stiftung.
Erarbeitet auf der Grundlage eines Entwurfs der Arbeitsgruppe “Spracherwerb” des Pilotprojekts
(Anke Enninga, Herma Knabe, Gerjet Meyenburg und Monika Peters) mit Unterstützung von
Cornelia Nath.
Lektorat für die überarbeitete Ausgabe: Elke Brückmann, Ilse Gerdes
Illustrationen: Jana Fechner, BeBold Werbeagentur Aurich
Graphische Gestaltung / Layout: Ilse Gerdes
Herausgegeben von der Ostfriesischen Landschaft
5. überarbeitete und erweiterte Fassung, Aurich 2015
Nach seiner Ausbildung als Verwaltungswirt und Absolvent der Verwaltungsakademie Münster ließ Otto Pötter sich als Kommunalbeamter 1970 bei der Stadt Rheine beurlauben. Durch weitere Studien befähigt ging er als Entwicklungshelfer nach Mexiko.
Insbesondere seit Beginn der 1980er Jahre ist Pötter durch Veröffentlichungen in regionalen Zeitschriften u. a. bekannt. Auch der Westdeutsche Rundfunk wurde auf ihn aufmerksam. So war er von 1986 – 1996 Mitglied in einem Redaktionsteam des WDR. Auch wurden mehrere Hörspielproduktionen von ihm produziert.