Niederländisch-deutsche Kooperation zur gemeinsamen Sprache in den 50er und 60er Jahren

Von Zeitungsmeldungen her befürchteten viele Menschen in Nordwestdeutschland im Jahre 1947 eine Abtrennung ihrer Heimat,  als die niederländische Regierung auf der Londoner Konferenz Gebietsforderungen im westlichen Deutschland stellten.

Nach Forderungen extremer Kreise sollten die Landwirte enteignet werden. Ihre Höfe wären dann an niederländische Bauern übergegangen.

Geschädigte deutsche Traktatbauern, insbesondere in den Landkreisen Grafschaft Bentheim, Aschendorf-Hümmling und Meppen verloren tatsächlich ihre Flächen auf dem benachbarten niederländischen Gebiet. Sie erhielten erst sehr viel später  Geld als Ausgleich. Aber was ist das für einen Bauern, wenn er seine ererbten Flächen verliert.

https://en.wikipedia.org/wiki/Dutch_annexation_of_German_territory_after_the_Second_World_War#/media/File:Bakker_Schut-plan.PNG

 

Am 10. Mai 1940 waren die Niederlande von den deutschen Truppen überfallen worden und waren danach für fünf Jahre einer harten Besatzungsmacht unterworfen gewesen. Das sorgte für eine negative Einstellung vieler Holländer in der Nachkriegszeit den Deutschen gegenüber.

So wurden in den Niederlanden Forderungen laut nach Bestrafung und Schwächung Deutschlands, die mit Entschädigungsleistungen einhergehen sollten. Man erörterte sogar die Annexion von Gebieten bis an die Weser.

Von dieser Linie wich die offizielle niederländische Politik jedoch recht bald ab zugunsten einer Grenzkorrektur, die immerhin ein Gebiet von 1750 Quadratkilometern mit etwa 120000 Einwohnern auf deutscher Seite umfasste.

Auf der Londoner Konferenz in Jahre 1948 lehnten die vier Siegermächte den Antrag der Niederländer ab.

https://de.wikipedia.org/wiki/Niederl%C3%A4ndische_Annexionspl%C3%A4ne_nach_dem_Zweiten_Weltkrieg#/media/Datei:Duitsch_grondgebied_zonder_Duitschers.jpg

 

Vor diesen politischen und wirtschaftlichen Hintergründen ist das Interview mit Dr. Helmut Lensing zu sehen, der sich sprachwissenschaftlich mit einer zunehmenden Kooperation von Niederdeutsch – “Aktivisten” beiderseits der Grenze nach dem 2. Weltkrieg beschäftigt – ein bisher kaum erforschtes Thema.

Plattdeutsch in Espelkamp – auf der Bühne!

Live-Mitschnitt des Plattdeutsches Kurzspiel von Konrad Hansen

         „Ick danze met di innen Himmel hinein!“,

gespielt von  Anita Tiemeier, Heinz Helms und Uwe Klicker – Ensemblemitglieder der Espelkamper Laienspielbühne.

Auf dem Foto von links zu sehen, Uwe Klicker als Pastor, Anita Tiemeier als Else Meister und Gustav, ihr 50 jähriger Lebensgefährte und jetziger Bräutigam.

 

 

 

Ihn sieht man auf diesem Foto mit seinem „Casanova Blick“.

 

 

 

 

 

 

Ernüchternder Einblick in die Landespolitik zum Thema “Plattdeutsch”

Heinz Rolfes vertrat von 1994 bis 2017  den Wahlkreis Lingen  im Niedersächsischen Landtag. Von 2003 bis 2013 war Rolfes stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion  in Hannover.

Er war dort ein über die Parteigrenzen hinaus anerkannter Politiker und bekannt für seine Gradlinigkeit auch bei unbequemen Themen.

Wohl  “erster” plattdeutscher Redebeitrag im Landtag von Nordrhein-Westfalen (2015) …

Udo Lindenberg – in Gronau aufgewachsen

Rock un Pop up Platt!

Dat giwwt doch gar nich? Doch in‘t rock‘n‘popmuseum Gronau!

mit Otto Lohle ut un in Gronau!

So vertellt he: Dat giwwt doch gar nich? Doch in‘t rock‘n‘popmuseum Gronau!

Man mag dat boll gar nich glöwen, aower nao de vullstännige Digitalisierung van dat Museum un de neie Eröffnung in November 2018 döör de Gronauer Jung Udo Lindenberg, kans Du doar nich bloaß ne spannende Zeitreise döör de Geschichte vanne Rock- un Popmusik beliäwen…

… so beginnt der Beitrag von Otto Lohle im entstehenden Buch Watt, de kann Platt!

Hier erfährt man mehr über Otto alias Tönne Speckmann:

https://www.rock-popmuseum.de/specials-d/popp-up-platt-d.html