Die Mundart ist d e r Zugang bis zuletzt!

 

Wo und wie kann Plattdeutsch helfen?

12. März 2019

Da die Weiterentwicklung des Senioren- und Demenzbegleitprojektes FotoSprache insbesondere in den letzten zwei Jahren durch die besonderen Aktivitäten rund um die Buchveröffentlichungen und Vorträge zum  Heuerlingswesen aus Zeitgründen leider in den Hintergrund treten mussten, soll nun diese komplexe Thematik wieder im Vordergrund stehen.

Zukünftig keine Vorträge mehr zum Heuerlingswesen vorgesehen

Dazu sind seit Jahresbeginn mehrere Aktivitäten und Kooperationen u. a. in Niederbayern, Hessen, und Nordrhein – Westfalen entstanden.

Dort läuft gerade ein Pilotprojekt zwischen einem Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit und Pflegeeinrichtungen an.

Anfang April ist ein Besuch in Schleswig – Holstein geplant.

Mehrere neuartige Videoclips in verschiedenen regionalen Mundartausprägungen (aber auch in hochdeutscher Sprache) sind entstanden.

Außerdem ist eine komplette Überarbeitung und Neuauflage der nachfolgenden Edition geplant, die seit einiger Zeit – bis auf wenige Exemplare in einzelnen Buchhandlungen – vergriffen ist.

Die Fotomotive sollen so ausgesucht werden, dass sie für alle Regionen in Deutschland “passen”.

Außerdem werden diese Erinnerungsbücher technisch so ausgerüstet, dass sie “stehen” können.

 

Hier als Beispiel Band 4

 

 

Jugendliche schreiben SMS im bayerischen Dialekt

Für einen Norddeutschen kaum zu glauben:

Wenn die Schüler eine SMS schreiben, dann ist die in bayerischer Sprache ….

…. es gibt keine hochdeutsche SMS …

… ein Kulturphänomen! Roland Pongratz nachfolgend:

 

Dialektkompetenz von Grundschulkindern in einer niederbayerischen Kreisstadt

Das Gespräch mit einer Schulleiterin in einer niederbayerischen Kreisstadt ergab folgendes – für norddeutsche Verhältnisse erstaunliche – Ergebnis (Stand Dezember 2018):

Der Großteil der jeweils neu einzuschulenden Kinder spricht den bayerischen Dialekt unabhängig von seiner Herkunft (Stadt, Land, Stand).

Aus der pädagogischen Erfahrung heraus lässt man die Kinder auch den Dialekt im Unterricht anwenden, da sie in der Regel so  ihre Empfindungen, Bedürfnisse und Erfahrungen besser darstellen können .

Dabei hat sich bisher gezeigt , dass etwa 5 % der Heranwachsenden reine Hochdeutschsprecher sind , obwohl sie aus einem dialektalen familiären Umfeld stammen. Für diese sprachliche Erscheinungsform fehlt bisher die fachspezifische  Erklärung.  So spricht man in diesem Zusammenhang eher scherzhaft von einem fehlenden “Bayern – Gen”.

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