Im Emsland werden neue Wege probiert – up platt!
Im Rahmen von PlattSatt fanden 9 Auftritte statt, die wegen der Pandemieumstände zumeist ohne Publikum ablaufen mussten und nun ins Internet verlegt wurden.
Das hat aber auch einen deutlich positiven Effekt: So kann eine sehr viel größere Zahl von Interessenten erreicht werden und die tollen Aktivitäten bekommen so eine Nachhaltigkeit – gerade bei der Dokumentation des Plattdeutschen enorm wichtig.
D(ies)er emsländische Weg –
ein möglicher schmaler Pfad für einen Resterhalt der plattdeutschen Sprache in der Region?
Otto Pötter in der ARD-Sendung “Klein gegen Groß”
Nu kenn ick auk dat Fernsehplatt, et is „ganz kurz“. Daoför kreeg ick erst es nen langen Breef. So un so härren se sick dat dacht; de Zuschauers könnden villicht noch wuohl schön Spass an Dialekte kriegen. Daoför härren se sick teihn Dialektiker uut Düütskland uutsocht. Off ick dao mit Platt nich bi mitmaaken woll? Ganz kurz bloß. Daoför kaim et iähr up de Spesen auk nich so an. Also wenn dat so wör, gaff ick iähr to verstaohn, dann woll auk ick män nich kniepen. Nu ja, maol änners wat.
Un so göng et för dat Fernsehplatt von Rheine uut nao Berlin-Adlershof int ARD-Hauptstadtstudio (Sendung „Klein gegen Groß“ mit Kai Pflaume am 17. Oktober 2020).
Erst es nao de Reise dao schön uutschlaopen in nen grautet Sternehotel. Annern Dag üm Teihn wör et sowiet. Bi de ARD kreeg ick för den Dreih ’n Extrazimmer den Dag üöwer. Nen pricken Lakai stönn mi auk to Siete. Dat wör auk guet so, ansüss härre ick mi dao verlaupen.
11 Uhr wör Probe im Studio. So wat harr ick noch nich seihn. Godorri, in dat „Studio“ pöss bequem de Rheinske Stadthalle. Un all’s vull Lüe, de mit wunners wat leipen. Hier blinkte wat un dao reipen se sick wat to. Prompt hagelden auk all de Regieanweisungen. Von nu an dat Hooßen laoten, dat mösse wochten. Auk nich in de Niäse knibbeln. Oh, un bitte tiopptopp drup achten, dat de Buxe auk vörne to wör. Gott bewahre. Noch wat? Nä. Also dann nu eenmaol noch guet dörrecken un ran ant Mikrofon.
Glieks kreeg ick uut nen Lautspriäker to hören: „Bitte ganz kurz!“ Ja, wat denn? „Name, wo Sie herkommen und welcher Dialekt.“ As ick anfüng, brööken se glieks aff. „Nein, so nicht. Bitte in Plattdeutsch.“ Also wesselde ick üm un sagg, dat ick uut Rheine kamm un siet dann un dann, bis up Ziegenpeter, an sick ganz gesund up Gotts Erden laip … „Stopp!“, göng de Regie de wier tüsken, „noch einmal! Aber bitte ohne diese Fisimatenten. Ganz kurz nur!“ Auk guet. Moss män alle schön mitmaaken. Dann göng et. Also druut uut de Probe. Gott Dank. Nu gaff et Iätten. Daonao göng et wier int Zimmer. „Kurze Erholung von der Probe.“ Ick sägg di, dat et alle wat is mit dat Fernsehen.
Guet drei Uhr wör de Maske dran. Nä, nich so es bi Karneval; fien maaken! Nu weet ick mi auk to schminken. De Lakai mit nen Männeken in sien rechte Ohr namm mi an de Siete: „Nun geht’s zur Aufnahme.“ Oha, harre ick üöwerhaupt … Ja, Buxe wör to.
Vör dat Studio kam noch gau ne Frau mit nen Puderquast und widdelde mi üm de Niäs herüm. Dann göng ne graute Porte up un ick moss rin. Riene ne va plus … Glieks nammen mi veer Kameras int Visier. Un von ächten weg kreeg ick so iäben noch to hören: „Bitte ganz kurz.“
Drüm will ick auk hier nu wieders nix mehr säggen. Bloß ganz kurz: Hendoon!
P.S.
Aobends schlööp ick noch ganz kurz in mien Hotel
un den ännern Dag göng et nao Huuse. Ganz kurz de Riäknung noch:
Dree Dage Spesen satt, för een Minütken Fernsehplatt.
Diesen Zugang schickte er mit: https://www.dropbox.com/s/aoe2a1na10zczcx/Klein-gegen-Gro%C3%9F_Otto-Poetter.mp4?dl=0
Buchprojekt “Wat, de kann Platt?” entsteht 1 (Stand Juli 2020)
Da entwickelt sich seit einigen Wochen ein neues Buch mit dem Titel Watt, de kann Platt!
Platt-Sprecher als Autoren gesucht (Stand im Juli 2020) !
Spannendes Buchprojekt zur Lage des Plattdeutschen in der Region
Früher war sie eine von Westfalen bis Ostpreußen reichende Amts- und Kultursprache, heute steht sie nahezu vor dem Aussterben: das Platt- oder Niederdeutsche. Doch das Plattdeutsche stirbt anscheinend einen sehr langsamen Tod, der mittlerweile bereits gut 500 Jahre andauert. Denn immer noch gibt es Menschen, die das Plattdeutsche sprechen und die sich für den Erhalt dieses Kulturguts einsetzen. Das Problem dieser Sprache war es seit dem 19. Jahrhundert, dass ihr der Makel des Minderwertigen anhaftete. Gegenüber dem Hochdeutschen galt der Gebrauch des Plattdeutschen als ungebildet. Dennoch wurde und wird Plattdeutsch bis heute in allen gesellschaftlichen Schichten gesprochen, wird es auch von Personen des öffentlichen Lebens geschätzt und gebraucht.
Genau um diese Menschen geht es bei der zweiten Auflage eines spannenden Buchprojektes: „Watt, de kann Platt?“ Bereits 1998 gaben Bernd Robben und Theo Mönch-Tegeder ein Buch unter diesem Titel heraus, in dem viele bekannte und unbekannte Persönlichkeiten aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim ein Bekenntnis zu ihrer plattdeutschen Sprache verfassten.
Nun, über zwanzig Jahre später, soll eine neue und erweiterte Auflage des Buches entstehen. Zum einen werden das Osnabrücker und Münsterland der neue geographische Rahmen werden. Daher sind die Kreisheimatbünde Osnabrück, Bersenbrück und Steinfurt mit ins Redaktions-Boot geholt worden. Zum anderen sollen insbesondere – aber nicht nur – junge und weibliche Autoren angesprochen werden. Die Beiträge über die individuellen positiven (oder auch negativen) Erfahrungen mit der plattdeutschen Sprache, über Erlebnisse oder Erkenntnisse dürfen bis rund drei Textseiten umfassen. Dabei können die Texte sowohl auf Nieder- oder/und Hochdeutsch verfasst werden. Prosa- wie Lyriktexte sind gleichermaßen willkommen.
Weitere Hinweise für Interessierte:
Was will das Buch?
Da verschwindet innerhalb von etwa zwei Generationen weitgehend eine angestammte Sprache, die bis vor wenigen Jahrzehnten noch von der Mehrheit der ländlichen Bevölkerung in immerhin acht deutschen Bundesländern im alltäglichen Miteinander gesprochen wurde.
Und so stellt sich nicht nur in Fachkreisen die bange Frage:
Wu is datt mit use Platt?
… denn: Die Sprache ist ohne Zweifel das höchste Kulturgut des Menschen!
Vor diesem Hintergrund haben sich Personen zusammengefunden, die in einem Buchprojekt die durchaus etwas neugierige Frage aufkommen lassen:
Watt, de kann Platt?
Unter diesem Titel ist ein Buchprojekt geplant, in dem interessante Personen und Persönlichkeiten der Region aus allen Schichten der Bevölkerung in einem kurzen Beitrag von rund zwei „Schreibmaschinenseiten“ – in Ausnahmefällen nach Rücksprache mit der Redaktion auch mehr oder weniger – ihre individuellen positiven (wie negativen) Erfahrungen und Erlebnisse mit der plattdeutschen Sprache darstellen können.
Was können die Autorinnen/Autoren dazu einbringen?
Gedacht ist an ein persönliches „Statement“ zu Erfahrungen und Erlebnissen mit dem Plattdeutschen im eigenen Leben. Als Unterstützung dazu steht eine begleitende Webadresse unter
zur Verfügung. Dort sind einige Beispielbeiträge von Autorinnen und Autoren aus einer früheren derartigen Veröffentlichung in der Region Emsland/Grafschaft Bentheim als Anschauungsmaterial eingestellt, das sehr unterschiedlich und interessant wie ein „bunter Blumenstrauß“ ausgefallen ist.
Sie als Autorin oder Autor können ihren Beitrag
- nur in hochdeutscher Sprache verfassen
- ausschließlich in Plattdeutsch formulieren
- oder beide Sprachen benutzen.
So kann gemeinsam ohne Zweifel ein besonderes Zeitzeugnis der heimischen Kultur geschaffen werden.
Welcher zeitliche Ablauf ist geplant?
Die einzelnen Beiträge sollten spätestens bis zum 15. November 2020 – früher ist natürlich immer herzlich willkommen – in einer Worddatei bei uns zur Endredaktion eingegangen sein.
Das fertige Buch soll im Herbst 2021 auf den Markt kommen.
Die Zeichnung stammt vom Maler Georg Strodt aus Elbergen/Emsbüren
Autorinnen und Autoren up Platt: Martha Herkenhoff (Hagen TW)
Demenzbegleitung up Platt
Dat bisken Huesholt
Nu is schon wä een Johr vergaun,
un sind doch olle wä gäden touhaupe kuorm;
van Üörnen hier son bietken tou fierden,
un up dat aule Johr trügge tou kieken,
wat wi in Zukunft olles willt maken,
un auk moll von Hatten lachen.
Dat ganze Johr – Dag in Dag ut –
Sütt dat bi us nich sau ut.
Wi Frueslür doch vö ollen Dingen
kürnt een langet Läid dovon singen.
Dei Mannslüer, de Blagen, de Opa, de Rüer,
laut sick am leewesten van us sau stüden.
Des Muorns ganz frou, doa fäng dat holl an:
„Mama, was ziehe ich heute an?
Wo sind meine Schuhe, mein Butterbrot?
Der Pullover von gestern – der ist doof!“
Bi den Eenen rett de Schouhband,
bi den Ännern een Knaup,
un Eener is noch gar nich upstaun,
watt häff de ’nen Schlaup.
Sau wätt man dann scheuchet, dat is de Frühsport dann,
de passende Musik kümp schon ut olle Ecken an.
„Mama“, schregget eener, „wo ist meine Jeans?
Hast Du sie gewaschen, ich finde sie nicht!“
„De Bücksen häng in Keller!“
„Ist sie schon trocken?
Wie fühlt sich denn die an? Wie ’n alter Knochen!
O, Mama, komm mal schnell her.
Der Reißverschluss, o, der geht so schwer!“
„Nu hollt moll de Luft an!
Nä, doa kümße nich mä drin!
Doa nägge ick di van Üörnen nigge Kiele drin!“
„Um Gotteswillen, die Hose muss passen,
dann müssen wir alles ganz anders anfassen!“
Ett liär sick lang up den Boden dann
un wi föngen dat Reiten no eenmoll an.
Ganz achtern Ohm, den Schweet vöre Platt
bis endlich dat Wicht in de Bücks richtig satt.
Sind se dann olle wiäge, de Dürden is tou,
kümp de Lüttkeste wä van achtern ümmetou.
„Mama, du muss mi noa ’ne Arbeet unnerschriewen,
watt ick gistern mände – de Dräi – datt was ’ne Fiewe.
Un nu häww ick son putzig Geföihl in Liewe!“
Kuomet de Kinner dann mit de Tüegnisse noa Hus,
un sütt dat eene wie dat ännere nich sau gout ut,
dann sägg de Pappe: „Watt, du häss in Riäken eene Fiewe?
Du oarst jä auk ganz noa de Mammen,
datt kann mit di auk nich viele sien!
Mit mi“, sägg de Pappe, „was datt nich so’ ne Hatz,
ick sait doch olltied up den eesten Platz!“
De Johre vegoht, de Kinner wät schnell graut,
goht se dann uten Huse os junge Braut, Student orre Soldaut,
dann sägg de Verstand: Datt mutt woll sau sien!
Datt Hatte mutt sick ganz schön to haupe niermen.
Wenn man dann Aumends vö’t liege Berre steiht,
eenen doch nur dat Beste van de Kinner dür’n Koppe geiht,
vögierten is oll Ärger un Vedräit!
Et is owwer auk hüite ’ne Plage,
Düsse langwielige Friggerigge vandage !
Säi sind mit Läiwe noch nich ut den Doppe,
dann hätt se schon oll dütt Kraum in’n Koppe.
Un äines Aumends, et was noch gar nich late,
dau löip in’n Fernsehen dei Hitparade.
Mit eenmoll sünk so’n fienet Fruesminske dann:
„Das bisschen Haushalt ist doch kein Problem, sagt mein Mann!“
Dau wöit use Pappe auk helle wach,
un mende, ick harre doch auk so’n netten, ouligen Dag.
„Dat ganze Johr Dag in, Dag ut,
broukes du doch nich to’n Arbeeten herrut.
Dat Hues un den Stuorm immer schön warm,
un weil ick sau fliedig bin, sin wi auk jüst nich arm!
Kanns’ iäten un drinken — nu sägge doch watt!“
„Mann“, segg ick, „schwieg stille, hör up tou praulen,
wenn’t hier no schöner wätt, is’t jä nich mä to’n Uthaulen!“
De Hausierer (auck Leuper gennann)
Oss ick noa een Kind was, wöiten sau manche Artikel an de Huesdüden verkofft. Doa keimp son Schmantbuer, de transportede mit datt Fahrrad eenen grauten Holtkuffer. He verkoffte olle Sotten Puddingpulver.
Wie Kinner sprüngen schnell in de langen Bank un tofften up den Moment, wo de graute Deckel lösssprüng. Watt fö herrliche Gerüche keimen ut den Kassen: Schokolade, Vanille, Mandelgeschmack, rote Grütze un olle Farben Wackelpudding. De Mamme koffte immer watt up Vorrat – den Pudding mochten wie olle gäden.
Een ännerer Kärl keimp van Tied tou Tied un verkoffte Senft. Achtern up sien Fahrrad stönnen in eene Holtkissen schöne Litter-Steinpötte vuller Senf. Den liegen Pott neimp he dat naigestemoll wä mit trügge.
Den Scherenschlieper häwwe ick noa in goe Erinnerung. Mit eenen Fout trait he son kleenen Schliepstein an, de Funken flöigen us baule int Gesichte.
Dann keimp auck noa regelmäßig sonne aule Biädeltante. De was immer ganz utschmachtet. Dat arme Fruesminske keimp immer in Merrag un göng dann dankboar wieder. Se konn us nur een paar Kleenigkeiten anbeen: Knäupe, Näggegoaden, Twist un Twänt un Sicherheitsnaudeln.
In eener Familge harre auck moll son Kärl mit den Packen ewwas verkofft. De kleene Franz harre garnix kriegen un graint. De Pappe segg: „Wenn nächstens een Leuper kümp, bekomms’ Du nigge Hosenträger!“
Doa was no een son Opa, de verkoffte söcke Pottschräppers, Heedwiep hedden de bie us. He spannde son hennigen Rüern vön Bollerwagen un sochte sick de Hee (Heide) in Bobiärg. De sülwest makete kleenen Heedwiepe verkoffte he auk mit Rüern un Bollerwagen.
He keimp bie us auk immer in de Merragstied un dreug sick up een Teller Eintopf. De Rüer kreig auk noa een Schlag Gemöis inne Dutten. Sau teugen de Beeden dankboar wieder.
Watt häff sick de Tied ännert!
Traditionelle plattdeutsche Bühne in Gescher
Franz Buitmann – Vorsitzender des Kreisheimatbundes Bersenbrück
Geistliche Lieder aus dem “Plattdüütsch Gebettbook” von Otto Pötter
Geistlicke Lieder uut dat Plattdüütsch Gebettbook von Otto Pötter:
Foto: Archiv Otto Pötter
Nachfolgend berichtet er:
Alle Kerkengesänge, de sick in dat Plattdütsch Gebettbook von Otto Pötter finnet, sind auk mit düssen QR-Code „hörbar“:
Eenfach dat Smartphone an düssen QR-Code (engl. Quick Response, „schnelle Reaktion“) dranhaollen un schon geiht et von dao uut up ne graute Lieduutwahl mit 40 Titel, bi de man sick dat Stück uutsööken kann, wat man gerne hören möcht.
De Kerkenleeder sind aower auk unner iähre hauchdüütschen Titel bi youtube to finnen orre direkt unner
https://www.poetter-plattdeutsch.de/geistlicke-lieder-up-platt/
Hier glieks es 2 Hörproben:
Graute Gott, wi luowet Di (Großer Gott, wir loben Dich)
‘n Huus vull Glorie wiest sick (Ein Haus voll Glorie schauet)
Elementare Kulturbeiträge zum Plattdeutschen verschwinden ersatzlos
Plattdeutsch-Sendung auf Radio RST endet am 7. Juni
Dankeschön zum Abschied
Kahl`s Klaus letztmalig am Mikro
-bst- KREIS STEINFURT. Zehn Jahre lang hatten Freunde der plattdeutschen Sprache Gelegenheit, sich auf Radio RST Prosatexte, Gedichte und Lieder „op platt” anzuhören.
Mit einem dicken Dankeschön für die Treue werden sich am Sonntag, 7. Juni, Autoren und Sprecher der Sendung vom Publikum verabschieden. In 120 Folgen haben sie bis dahin in ein „Knabbelkümpken” (
Schälchen ) statt Weißbrot und Milch geschmackvolle Beiträge gefüllt. Informativ, heiter, ernst und immer unterhaltsam schrieben die Autoren über Alltagsthemen, die „gute alte Zeit”, Jahreszeiten, Gefühle, Religion oder Feste. Lieder steuerten u.a. die Band „Strauhspier” oder auch die „Pottbäckers” bei.
Feste Programmelemente wechselten sich locker mit Geschichten und Gedichten ab. Die Themen wurden in Redaktionskonferenzen im Voraus bestimmt. In einem Zertifizierungskurs hatten sich die Sprecher auf die Sendetechnik vorbereitet. Die Kosten für Mikrofone und das Einstiegsseminar hatte der Kreisheimatbund übernommen, die Sprecher haben unentgeltlich mitgewirkt. Die Texte nahmen sie zu Hause auf. Bearbeitung und Schnitt übernahm Dr. Klaus-Werner Kahl. „Radio RST hat uns sehr bei Verbesserungen geholfen”, freute sich der Riesenbecker. „Es hat viel Spaß gemacht und wir verabschieden uns mit ein paar Tränen”, sagte er augenzwinkernd.
Entstanden ist die Idee zu Reihe 2009 im Fachbereich „Plattdeutsche Sprachpflege” des Kreisheimatbundes Steinfurt. Sie wurde immer am ersten Sonntag in Monat nach den 20-Uhr-Nachrichten ausgestrahlt und dauerte eine knappe Stunde. Dies ist auch die Sendezeit für die letzte Folge am kommenden Sonntag. Dann wird noch einmal die Erkennungsmelodie erklingen und Moderator „Kahl’s Klaus” die Zuhörer begrüßen. „Unser Dank gilt Radio RST für die Unterstützung im technischen Bereich, dem Kreisheimatbund für die finanzielle Hilfe und dem Webradio „Regentrude” für die weitere Ausstrahlung der Beiträge”, betonte Dr. Klaus-Werner Kahl, der sich weiterhin für den Erhalt der plattdeutschen Sprache einsetzt.
Foto: Archiv Beermann ivz Text: Brigitte Striehn ivz vom 10.06.2020
Bauernweisheit schlägt Gelehrtenwissen
Schon bevor bedrohliche Gewitterwolken aufzogen, wussten wir als Kinder vom Lande beim Kühehüten schon im Vorfeld, wann eiliger Aufbruch mit der Herde Richtung Stall dringend geboten war: Wenn die “Bremsen” in aggressive Stechlaune gerieten, dann wurde es höchste Zeit…
Solche “einfachen Fakten” kamen aber wohl im umfangreichen Studierkanon der Meteorologie nicht vor:










