Freedag is Plattdag im Emsland

Initiativen in der Emsländischen Landschaft:

Freedag is Plattdag

Die Aktion „Freedag is Plattdag“ ist aus dem Projekt „Platt is cool“ der Landschaftsverbände und der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung entstanden. Wie cool Plattdeutsch wirklich ist, weiß auch Ministerpräsident Stephan Weil, der die Aktion auch 2021 bereits zum vierten Mal als Schirmherr unterstützt. Alle, die nicht oder wenig Platt bzw. Saterfriesisch sprechen, sollen im September ermuntert werden, die Sprache der Region kennenzulernen und auszuprobieren – alte Hasen, die die Sprache schon können, werden ermutigt, freitags so viel Platt wie möglich zu sprechen.

Die gemeinsame Aktion war schon in den vergangenen Jahren ein großer Erfolg. Vom Einzelhändler im Emsland bis zur Grundschule in Stade beteiligten sich unterschiedliche Organisationen und Menschen bei „Freedag is Plattdag“.

Jährlich erscheinen zu diesem Anlass neue Materialien, die kostenfrei an Schulen ausgegeben werden. In diesem Jahr lautet das Thema „Mitnanner“. Es sind zwei Postkarten und ein Lernkarton erschienen. Die Postkarten „Löppt!“ und „Mitnanner“ stehen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, den wir in diesen Zeiten mehr denn je brauchen.

Der Lernkarton „School“ zeigt eine typische Schule und trägt Vokabeln dazu. Auf der Rückseite laden Leerstellen dazu ein, den Karton zu ergänzen und Beispielsweise die eigene Familiensprache dort einzutragen. So will das Projekt unsere multikulturelle Gesellschaft thematisieren und zeigen, dass die Regionalsprache platt für alle interessant sein kann! Das bunte Plakat „Moin! Greift ebenfalls die Vielfalt in unseren Klassenräumen auf.

In diesem Jahr erscheinen die Materialien zum ersten Mal in der nordniedersächsischen Schreibweise (Sass).

Alle Materialien, teilweise auch noch aus den Vorjahren, können bei der Fachstelle Plattdeutsch angefragt werden. An Bildungseinrichtungen werden sie kostenfrei abgegeben.

https://www.emslaendische-landschaft.de/fachstelle-plattdeutsch.html

Dr. Markus Denkler – Geschäftsführer der Kommission für Mundart- und Namensforschung

 

 

Dr. Markus Denkler wurde 1973 in Burgsteinfurt geboren. Er studierte an der Universität Münster Germanistik  Anglistik und mittelalterliche Geschichte.

Im Jahre 2005 promovierte er mit einer Untersuchung zum Schreibsprachenwechsel vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen in Westfalen.

Seit 2009 arbeitet er als Geschäftsführer der Kommission für Mundart- und Namensforschung Westfalens beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).  Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Dialektgeographie und die Sprachgeschichte Westfalens.

 

 

Sabine Wallmeier (Brochterbeck) in “Wat, de kann Platt?”

 

Sabine Wallmeyer, geboren 1967 in Ibbenbüren, wohnhaft in Tecklenburg -Brochterbeck verheiratet, zwei erwachsene Kinder. Sie ist Fachfrau für Außenwirtschaft und arbeitet als Exportkontrollbeauftragte in einem mittelständischen Unternehmen in Lengerich. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich unter anderem mit Geschichte und Geschichten ihrer Familie

 

Das Buch “Wat, de kann Platt?” wird in Münster vorgestellt!

 

Wat, de kann Platt?

                          Vorstellung des Buches über das Plattdeutsche im Osnabrücker und Münsterland

                    auf dem Mühlenhof-Freilichtmuseum in Münsteram Samstag, 12. November 2022 .

                          Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr im Mühlenhaus. Der Eintritt ist frei.

 

Seit Jahrzehnten wird der Niedergang des Plattdeutschen in Nordwestdeutschland beschworen. Und doch ist die regionale Mundart immer noch nicht tot. Allerdings gehören ihre aktiven Sprecherinnen und Sprecher zumeist der Generation 50+ an. Doch woran liegt das eigentlich?

Dieser spannenden Frage geht das Buch „Wat, de kann Platt?“ nach, das am Samstag, 12. November 2022 im Mühlenhof-Freilichtmuseum in Münster vorgestellt wird.

Der reich illustrierte und ansprechend gestaltete Band versammelt gut 90 Autoren aus dem Osnabrücker und dem Münsterland, die ihre Erfahrungen mit der niederdeutschen Sprache zum Ausdruck bringen. Darunter sind bekannte Größen der überregionalen Plattdeutsch-Szene wie Otto Pötter aus Rheine, Dr. Klaus-Werner Kahl und Rudolf Averbeck aus Hörstel-Riesenbeck, Ludger Plugge aus Emsdetten, Georg Bühren, Richard Schmieding und Gerhard Schneider (Abendgesellschaft Zoologischer Garten) aus Münster, Hans-Peter Boer aus Nottuln, Birgit Schulze Havixbeck aus Havixbeck oder Franz Buitmann aus Bersenbrück. Einige von diesen werden am Samstag auch selbst zu Wort kommen.

Die humorvollen, aber auch nachdenklichen Beiträge, die sowohl in Hoch- und Niederdeutsch geschrieben sind, werden durch plattdeutsche Lieder, Döhnekes und Gedichte ergänzt.

Das Werk richtet sich somit sowohl an urig Plattdeutschsprechende als auch an Leserinnen und Leser, die in der Sprache nicht so sehr beheimatet, dennoch an ihr interessiert sind. Und das Buch weist noch eine weitere Besonderheit auf: Viele Beiträge sind mit einem sogenannten QR-Code verknüpft, der zu längeren und kürzeren Video-Interviews im Internet führt. Hier kann man sich etwa staunend davon überzeugen, wie gut der in Waterloo (Iowa/USA) geborene und aufgewachsene Alan Harms das Plattdeutsche beherrscht und wie es eigentlich dazu kommt, dass ein Amerikaner Niederdeutsch spricht. Auch Harms wird bei der Vorstellung persönlich zugegen sein.

Das Buch Wat, de kann Platt? Selbstzeugnisse, Geschichten und Gedichte aus dem Münsterland und dem Osnabrücker Land, hrsg. v. Helmut Lensing, Bernd Robben u. Christof Spannhoff, Meppen 2021, 384 S., ISBN 978-3-9821831-4-5, kann für 24,90 im Buchhandel, im Internet oder unter kontakt@emslandgeschichte.de bezogen werden.

Weitere Informationen unter: www.watt-up-platt.de

Plattdeutschen Bonmots und dazu passenden Bildern

 

Otto Pötter und Ted Berges aus Meppen haben über Monate in feinster Abstimmung das Label Tedotto entwickelt (Ted + Otto), hochwertige Kunstdrucke mit plattdeutschen Bonmots und den dazu passenden Bildern im A-4-Format, etwas, was es in dieser Art so bisher noch nicht gibt. Zudem erhält man beim Kauf die hochdeutsche Übersetzung des plattdeutschen Spruches mit einer Kurzvita der beiden Künstler. Bewusst vermieden wurde dabei klischeehafter Heimatkitsch mit platten Jokes, die bekanntlich auch oft noch in klobigen Holzken daherkommen.

 

info@buero-rohlmann.de) oder unter www.poetter-plattdeutsch.de (info@otto-poetter.de) erworben werden kann.