Autor Otto Pötter (Rheine)

Nach seiner Ausbildung als Verwaltungswirt und Absolvent der Verwaltungsakademie Münster ließ Otto Pötter sich als Kommunalbeamter 1970 bei der Stadt Rheine beurlauben. Durch weitere Studien befähigt ging er als Entwicklungshelfer nach Mexiko.

Insbesondere seit Beginn der 1980er Jahre ist Pötter durch Veröffentlichungen in regionalen Zeitschriften u. a. bekannt. Auch der Westdeutsche Rundfunk wurde auf ihn aufmerksam. So war er von 1986 – 1996 Mitglied in einem Redaktionsteam des WDR. Auch wurden mehrere Hörspielproduktionen von ihm produziert.

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Musikgruppe “Strauhspier” in Rheine

Die neusten Meldungen über Strauhspier

https://www.strauhspier.de/biografie/

Eine immer größer werdende Fangemeinde kann sich jetzt über die neue und bisher vierte CD freuen. Mit „Allet wät gued“ hat Strauhspier wieder einen weiteren Schritt in Richtung Erhalt der plattdeutschen Sprache gemacht: auf der neuen CD werden zwei populäre Songs aus dem englischsprachlichen Raum in selbst formuliertem Plattdeutsch interpretiert. Aus „Imagine“ vom hochverehrten John Lennon wurde „Stell di maol vüör“ (Text: Nikolaus Evers) und aus „Boat on the river” von T. Shaw (Styx) wurde „Terüg anne Iëmse“ (Text: Hermi Sürken).

Beide Songs sind auch Bestandteil des aktuellen Konzertprogrammes und werden vom Publikum begeistert aufgenommen.

Strauhspier hat seine Konzerttätigkeit inzwischen auf das Emsland und das Münsterland südlich und westlich von Münster ausgeweitet und dadurch viele neue plattdeutsche Freunde hinzugewinnen können.

Stand: 14. Februar 2018

Nikolaus Evers

 

https://www.strauhspier.de/biografie/

… den Zeitungen

  • Münsterland (Westfälische Nachrichten)
  • Schleswig – Holstein (KielerNachrichten)

Stimme aus den Niederlanden

Op Platt läwendig unnerhollen
GN Leserbrief vom 29.04.2011

BEZUG: Leserbriefe zum Thema „Plattdeutsch“ vom 16., 18. und 19. April

Es hat mich sehr gefreut, dass ich als Erforscher und Liebhaber der niedersächsischen Mundarten der östlichen Niederlande (2 Millionen Sprecher) und als Schüler des Grafschafter Plattdeutschforschers Dr. Arnold Rakers (Nordhorn-Hesepe, 1903–1965) bei meinem Aufenthalt in der Grafschaft über die Ostertage die gegenwärtige Diskussion über das Platt mitbekommen habe. Als Sprachwissenschaftler auf den Gebieten Skandinavistik und Altgermanistik, der an den Universitäten verschiedener nordwesteuropäischer Länder ausgebildet wurde und lange Zeit Vorstandsmitglied im „Nedersassische Schriewersbond“ war (worin die Dialektorganisationen von Groningen, Friesland, Drenthe, Overijssel und Gelderland vertreten sind), möchte ich zur Pflege des Plattdeutschen die folgenden Anregungen geben:
Als moderne, selbstbewusste Nachbarn in unserer Euregio gibt es viele Jugendmusikgruppen (Pop, Rock und so weiter) in der Mundart, die europäische Staatsgrenzen überbrücken können, wie etwa SKIK, Daniël Lohues (Drenthe) und Normaal, Bennie Jolink, Jovink en de Voederbeatles (Bauernsöhne aus Ostgelderland); diese sind gute Vorbilder, national im Rundfunk und Fernsehen geschätzt. Da könnte auch junge Grafschafter mal einen Beitrag liefern. Sehr geeignet wären überdies Theatergesellschaften auf dem Land mit Bühnenstücken, diese sind in Overijssel und Gelderland sehr gewollt.
Mit eurem Grafschafter Platt könnt ihr euch 700 Kilometer weit in Europa gut verständigen (ohne Deutsch oder Niederländisch), und zwar von der Oder und Südjütland bis weit über die Ijssel (Kampen – Apeldoorn – Doetinchem), in einem Raum von 15 Millionen Leuten, die sich Platt als Muttersprache teilen. Die Charta vom Europarat wurde 1995 gesetzlich angenommen, so haben Minderheitssprachen wie das Luxemburgische, Walisische und Katalonische schon ihre Sprachrechte national bekommen. Bei uns in den Niederlanden gibt es Ortsschilder auf Friesisch und Limburgisch, friesische Gemeinderatsversammlungen, Schulunterricht, Justiz und Zeitungen gehören zum Alltagsleben. In der Twente gibt es im März nur Gemeinderatsversammlungen auf Platt. Auch hier könnte die Grafschaft folgen und es freut mich, Ortsschilder mit Namen wie Gilhus, Nyenhus und Emmelkamp zu entdecken.
Macht so weiter, Bentheimer Deerns en Jungs. Unse gemeensame Modersproak verdeent et in et tohopewassende Europa üm van Denemark tot oawer de Iessel ne tokomst to behollen en ik bin bliede dat wi uns ook vandage noch op Platt läwendig unnerhollen könt.

Drs. phil. Jan ten Holt, M.A. Archipelstraat 113 Nijmegen

Website in der Entstehung…

Hier entsteht etwas Neues.

Dabei ist es völlig selbstverständlich, dass ein solches Unterfangen mit Neugier, aber auch mit entsprechender Skepsis oder auch in Ablehnung aufgenommen wird.

Im Gegensatz zu einem Buch in seiner festen Struktur sollen sich hier ständig neue Inhalte zunächst aneinander reihen, um dann doch zu einem möglichst in sich  geschlossenen Ganzen zu werden mit den Oberthemen

  • Versuch einer Dokumentation des Schwundes der niederdeutschen Sprache. und
  • Auffinden und Stärkung solcher Orte, an denen die plattdeutsche Sprache lebendig ist.

Dabei sollte es zunehmend gelingen, die unterschiedlichen „Qualitäten“ der Informationen halbwegs kompatibel und damit auch für den kritischen Besucher akzeptabel zu gestalten

Der vornehmliche  Adressat soll ja der interessierte Laie sein, für  den ein spezielles Forum geschaffen werden soll, das ihm die Möglichkeit gibt, sich auch nach den teilweise recht kurz kommentierten (bzw. nur zitierten) Links umfassender im Web zum Gesamtthema zu informieren.

Meine  Erfahrungen mit der Website www.heuerleute.de, die mittlerweile über 900 Seiten umfasst,  ermutigen mich aber. Zunehmend finde ich aktive Mitstreiter – im wahrsten Sinne des Wortes.

Besonders erfreulich ist es, dass gerade jüngere Fachwissenschaftler zu einer zielführenden Zusammenarbeit bereit sind. Das habe ich gerade im letzten Jahr bei der Konzeption des Buches Heuerhäuser im Wandel erlebt, als einige namhafte Fachleute spontan bereit waren, einen Aufsatz einzubringen.

Dahinter steht auch wohl die zunehmende – nüchterne – Erkenntnis, dass sprachwissenschaftliche, historische und volkskundliche Fachveröffentlichungen in der Regel nur von allenfalls 40 bis 70 Insidern komplett gelesen werden.

Mehrfach wurde mir versichert, dass dort der Wunsch besteht, sich einem breiteren Publikum zu öffnen.

Nun kann sich hier die Möglichkeit bieten, dass ein Brückenschlag zwischen Fachwissenschenschaftlern und interessierten Laien gelingt.