3.7. Berufs- und geschlechtsspezifisches Sprachverhalten

 

Ähnlich wie Kremer (1983: 91f.), der unter Berufung auf Mattheier (1980: 90) auf ein vorgegebenes Sozialschichtenmodell verzichtet, haben wir eine berufsgrup­penspezifische Aufteilung vorgenommen, aus der zwangsläufig auch sozialschichten-spezifische Erkenntnisse bei der Auswertung der Ergebnisse gewonnen werden. Zu beachten ist, daß die Gruppenbezeichnungen nur vage und unvollständige Bezeich­nungen für die durch sie abgedeckten Berufsgruppen sind (vgl. Tab. 9)4. Da wir die Auswertung teilweise nach Geschlechtern getrennt vorgenommen haben, lassen sich ebenfalls Aussagen zum geschlechtsspezifischen Sprachverhalten machen (vgl. Tab. 10 und 11).

Zeichnet sich aufgrund der Untersuchung Kremers aus dem Jahre 1981 die Gruppe der Landwirte durch eine nahezu 100%ige Beherrschung des Plattdeutschen aus (Kremer 1983: 93), so ergab die Selbsteinschätzung der Dialektkompetenz im Landkreis Emsland bereits einen Rückgang um ca. 15%: nur noch 85,2% der befragten Männer und 82,8% der Frauen gaben an, fließend Platt zu sprechen (vgl. Tab. 10 und 11).

Dennoch weisen die Landwirte erkennbar die höchste Kompetenz bezüglich des aktiven Mundartgebrauchs auf. Gegensätzlich dazu heben sich die Führungskräfte heraus: Sie weisen eindeutig sowohl die höchsten Prozentzahlen in der Rubrik „verste­hen und sprechen kein Platt” (13,0% Männer und 14,1% Frauen) als auch die niedrig­sten Werte bei der aktiven Kompetenz auf (40,2% Männer; 25,0% Frauen). Ihnen folgen die „kleinen Angestellten” als etwas kompetentere Gruppe (43,7% bei den Männern und 35,9% bei den Frauen).

Betrachtet man dagegen die Angaben der Facharbeiter mit 65,4% bei den Männern und 55.8% bei den Frauen, so ergibt sich von der Gruppe der Führungskräfte bis zu ihnen eine Spanne von 25,2% (Männer) bzw. 30,8% (Frauen)5. Sieht man diese und die dazwischenliegenden Berufsgruppen als vertikal gelagert an, dann läßt sich folgende Regel aufstellen: Je höher der Sozialstatus, desto niedriger die aktive Kompe­tenz (wobei jedoch ein Anstieg der passiven Kompetenz zu beobachten ist, der sich auf den verminderten Gebrauch der Mundart am Arbeitsplatz zurückführen läßt).

Geschlechtsspezifische Unterschiede ergeben sich bei einem Vergleich der Ta­bellen 10 und 11 hinsichtlich der aktiven Dialektkompetenz: Frauen zeigen deutlich niedrigere Werte als die Männer in der Spalte „fließend Platt”, was jedoch ausgegli­chen wird durch entsprechend höhere Zahlen im Bereich der passiven Kompetenz. Im Vergleich zu den Männern mögen die niedrigeren Werte der Frauen zurückzuführen sein auf eine geringere Übung im Plattsprechen oder auf strengere Maßstäbe hinsicht­lich dessen, was man unter „fließend Platt” zu verstehen hat.

Die oben erwähnte Regel hinsichtlich der Sozialschichten ist ebenfalls auf den Dialektgebrauch, hier zunächst der Großeltern untereinander, anzuwenden. Da sich im Sprachgebrauch in den meisten Berufsgruppen keine großen Unterschiede zwischen den Großeltern väterlicherseits und mütterlicherseits zeigen, führen wir in Tab. 12 nur die Daten der Großeltern mütterlicherseits auf.

Auch hier beim Sprachgebrauch zeigt sich wie bei der Dialektkompetenz eine fallende Linie von 84% bei den Eltern der Landwirte bis auf 26,1% „Nur-Platt”-Gebrauch bei denen der Führungskräfte. In umgekehrter Reihenfolge verlaufen die Zahlen für die Großeltern, die „nur Hochdeutsch” untereinander sprechen/sprachen. Eine kleine Abweichung zeigt sich nur bei der Gruppe der „mittleren Angestellten”. Ein eindeutiges Minimum wird bei der Untergruppe der freien Berufe/Akademiker erreicht (aus der Tabelle nicht ersichtlich): Lediglich 7% der Eltern der Mutter (dagegen 14% der Eltern der Väter) benutzen die Mundart untereinander.

Die zuletzt genannten Zahlen zwingen uns, etwas über geschlechtsspezifische Unterschiede anzumerken: Es gibt beim Sprachgebrauch der Großeltern untereinander kaum Differenzen bei den Angaben der Landwirte, Arbeiter und kleinen Angestellten, auffällige Unterschiede jedoch bei den Untergruppen der Freien Berufe/Akademiker, der mittleren Selbständigen und der leitenden Angestellten: Hier ergeben sich bei den Frauen zum Teil wesentlich niedrigere Zahlen zum „Nur-Platt”-Gebrauch ihrer Eltern untereinander als bei den Männern, dafür aber höhere Werte in der Rubrik „Überwie­gend Platt”. Es scheint, daß Frauen der sozial höheren Schichten eine deutlich reser­viertere Einstellung der Mundart gegenüber haben als die der unteren, denn objektiv gesehen dürften ja keine Unterschiede zwischen den Großeltern väterlicherseits und mütterlicherseits beim Gespräch untereinander auftreten.

Beim Gespräch mit ihren Kindern könnte das jedoch der Fall sein, wenn Eltern ihren Töchtern gegenüber ein anderes Sprachverhalten an den Tag legen als gegenüber den Söhnen. Tatsächlich ergab die Auswertung unseres Materials deutlich niedrigere Prozentzahlen bezüglich des Dialektgebrauchs der Großeltern mit der Mutter (hierfür keine Tabelle). Die Ursache für dieses Sprachverhalten liegt vermutlich in dem Umstand, daß man der Tochter durch eine solche „zweisprachige” Erziehung die Möglichkeit offenhalten wollte, gegebenenfalls auch jemanden „ut de Stadt” eheli­chen zu können, der des Plattdeutschen nicht mächtig ist.

Nun zu den Ergebnissen bei der Frage nach dem Dialektgebrauch der Großeltern mit den Eltern väterlicherseits (Tab. 13). Führend sind hier — wie in allen Bereichen des Mundartgebrauchs — die Landwirte: 73,0% aller Großeltern väterlicherseits spre-chen/sprachen nur Platt mit ihren Kindern, 66,8% der Mütter wurden von den Eltern rein plattdeutsch aufgezogen (letztere Zahl aus Tab. 13 nicht ersichtlich).

Wie in den Tabellen 11 und 12 zeigt sich wieder ein starker Abfall beim Mundartgebrauch zu den Führungskräften hin.

Der Mundartgebrauch der Großeltern mit den Eltern hat natürlich einen gewis­sen Einfluß auf die Benutzung des Dialekts der Eltern untereinander (vgl. Tab. 14). Obwohl die Werte innerhalb der Rubrik „sprechen nur Platt untereinander” teilweise gesunken sind, lassen sich Parallelen feststellen. Bei den Landwirten überwiegt mit 55,7% eindeutig der Gebrauch des Plattdeutschen (siehe ebenso Tabelle 13: „Dialekt­gebrauch der Großeltern mit den Eltern”). Bei den Arbeitern überwiegt bereits der Anteil der untereinander nur Hochdeutsch sprechenden Eheleute; betrachtet man die Spanne bis hin zu den Führungskräften, so erkennt man den bis auf ein Minimum zusammengeschmolzenen Bruchteil der Eltern, die lediglich Platt miteinander spre­chen (87% verwenden ausschließlich oder überwiegend Hochdeutsch). Auch unter diesem Aspekt läßt sich die These — etwas abgewandelt — anwenden: Je höher der Sozialstatus, desto niedriger der Dialektgebrauch untereinander.

Insgesamt schlägt sich natürlich nieder, daß in bestimmten Berufssparten Platt­deutsch am Arbeitsplatz weit verbreitet ist. Landwirte unterhalten sich fast durchweg untereinander in der Mundart.

 

Viele Arbeiter und Facharbeiter sprechen sogar an Arbeitsplätzen im städtischen Bereich Plattdeutsch miteinander. Im Bereich der Be­amtentätigkeiten und im Arbeitsumfeld der Angestellten dagegen ist die Standardspra­che gefordert, und sie wird auch zumeist in Institutionen gesprochen, wo auch Platt­deutsch möglich wäre.

Keine auffallenden, vom Sozialstatus abhängigen Unterschiede lassen sich bei der näheren Untersuchung des Mundartgebrauchs der Väter (Generation 2) mit den 10-jährigen Kindern feststellen (vgl. Tab. 15).

Ein verschwindend geringer Prozentsatz von Vätern, die nur Plattdeutsch mit ihren Kindern sprechen (Tab. 15), findet sich lediglich bei den Landwirten (3,3%), bei der Gruppe der Arbeiter (0,8%) und bei den mittleren Angestellten (0,6%). Diese beiden Berufsgruppen sind ebenfalls noch vertreten im Bereich „Väter sprechen überwiegend Plattdeutsch mit den Kindern” (Landwirte 10,7%, Arbeiter 2,9%). An­sonsten überwiegt in jedem Falle eindeutig der Gebrauch des Hochdeutschen.

Die obige Tabelle 16 „Dialektgebrauch der Kinder mit Kindern” spricht tür sicn selbst; sie stellt eindrucksvoll dar, wie besorgniserregend es um den Mundartgebrauch innerhalb der jüngsten Generatjon bestellt ist — unabhängig von den jeweiligen Berufs­gruppen (selbst bei den Landwirten, obwohl deren Kinder sich zu einem runden Viertel (27,5%) zumindest gelegentlich auf plattdeutsch untereinander verständigen).

 

 

3.6. Regionale Unterschiede

In dieser Dokumentation wollen wir auf die starken Unterschiede in der Mund­artkompetenz zwischen Ortskern und Bauerschaft, die Kremer (1983) in seiner Untersuchung herausgestellt hat und die aufgrund der gleichen Fragestellung auch hier herausgearbeitet werden können, nicht gesondert eingegehen — sie können aber für das Emsland ebenfalls bestätigt werden.

Bei der Beschäftigung mit den regionalen Unterschieden soll ein wichtiger Aspekt dieser emsländischen Untersuchung am Anfang stehen: die Testergebnisse der aktiven und passiven Kompetenz der 10-jährigen Schüler. Dann sollen diese Werte mit den Ergebnissen der subjektiven Elternaussagen zu den sprachlichen Fähigkeiten ihrer Kinder im Plattdeutschen verglichen werden.

Während die Gesamtergebnisse der Selbsteinschätzung der Eltern und der Schü­lertests bei der passiven Mundartkompetenz der Kinder (vgl. Tab. 2) im Bereich von „gut verstehen” (Testergebnis 42,3%, Selbsteinschätzung 32,4%) und „weniger gut verstehen” (Testergebnis 37,4%, Selbsteinschätzung 47,8%) um etwa 10% differieren, liegen die Werte im Bereich „gar nicht verstehen” mit 18,2% Testergebnis und 19,9% Selbsteinschätzung sehr nahe beieinander. Die fast völlige Übereinstimmung der Werte im Bereich der aktiven Sprachkompetenz (vgl. Tab. 1) — bezogen auf das gesamte Untersuchungsgebiet — haben anfangs die Vermutung aufkommen lassen, daß die Eltern recht gut die jeweiligen Kenntnisse ihrer Kinder im Bereich der plattdeut­schen Sprache einschätzen können.

Die nachfolgenden Ergebnisse zeigen jedoch im Gemeindevergleich insbeson­dere bei der Beurteilung der passiven Kompetenz, daß die Einschätzung der Eltern zum Teil sehr fehlerhaft ist. Daraus — und das dürfte diese Erhebung besonders deutlich gemacht haben — müßten entsprechende Rückschlüsse für die Aussagekraft anderer Untersuchungen gezogen werden, die sich auf die Selbsteinschätzung der Befragten stützen. Die Unterschiede im Bereich der aktiven Kompetenz sind im Gemeindevergleich ebenfalls sehr groß, fallen jedoch nicht so ins Auge, da die Zahlenwerte im Vergleich zur passiven Kompetenz niedrig ausfallen.

Im vorbereitenden Arbeitskreis zu dieser Untersuchung war vermutet worden, der regionale Schwerpunkt der noch vorhandenen Mundartkompetenz bei der zu untersuchenden Schülergruppe werde in den Gemeinden entlang der niederländischen Grenze (also in den Gebieten des frpheren Bourtanger Moores) mit einem Anstieg der positiven Ergebnisse in nördlicher Richtung liegen. Diese Annahme wird jedoch durch die vorliegenden Werte nicht voll bestätigt.

Zur ersten Spalte von Tab. 7 (passive Mundartkompetenz): Es ist kein Nord-Süd-Gefälle zu verzeichnen, die höchsten Prozentzahlen bei der passiven Kompetenz finden sich vielmehr im mittleren Bereich in den Gemeinden Haren (82,2%) und Twist (79,8%) im Westen des Kreises und auf der gegenüberliegenden östlichen Seite in den Samtgemeinden Herzlake (83,9%) und Haselünne (70,4%).

Während im folgenden insbesondere der Unterschied zwischen Test und Eltern­einschätzung aufgezeigt werden soll, wird an späterer Stelle diese Tabelle nochmals herangezogen werden müssen zum Vergleich der Kompetenzentwicklung der drei verschiedenen Generationen.

In fünf Gemeinden im Norden und Nordosten liegen die Testergebnisse zum Teil sehr deutlich unter der von den Eltern vermuteten Kompetenz (Sögel —21%). Im westlichen Bereich dagegen rund um Meppen ist genau das Gegenteil festzustellen. Um Haren herum sind die Werte sogar um 39% höher, als von den Vätern und Müttern vermutet. Nur in drei Gemeinden gab es eine Differenz von etwa 1%. In über der Hälfte der Gemeinden überschreitet die Fehleinschätzung 15%, davon wiederum liegen vier Gemeinden über 30%.

Insgesamt kann also bei der Gegenüberstellung der Befragungs- und Testergeb­nisse festgestellt werden, daß sich völlig ungeordnete Werte ergeben. Eine solch gravierende Fehleinschätzung war nicht vermutet worden und erstaunt umso mehr, als eine schlüssige Begründung dafür fehlt.

Bei der Gegenüberstellung von Testergebnissen und Elterneinschätzung hin­sichtlich der aktiven Mundartkompetenz der Schüler (Tab. 7, Spalte 2 und 3) wird gerade am Beispiel der Gemeinde Twist sehr deutlich, wie stark die Elterneinschät­zung von der realen Schülerkompetenz abweicht. Zwar sind die Zahlenwerte nicht so gravierend wie bei der passiven Kompetenz, in Prozentzahlen ausgedrückt ist die Fähigkeit der genauen Einschätzung durch die Eltern aber ebenfalls erstaunlich gering. Es finden sich auch hier Unter- bzw. Überschätzungen.

Dennoch kann man insgesamt feststellen, daß den Eltern deutlicher bewußt ist, welches Sprechvermögen ihre Kinder haben, im Vergleich zu dem Empfinden für das Verstehen der Mundart. Besonders fallen bei diesem Vergleich die Testergebnisse von Rhede und Sögel mit jeweils 0% auf, während die Eltern noch plattdeutsches Sprechvermögen (Rhede 2,5%, Sögel 2,9%) vermuten. In Dörpen dagegen liegen sie mit über 3% unter den tatsächlichen Werten. Auch im südlichen Landkreis zeigt sich die mangelnde Fähigkeit der Eltern, das Sprechvermögen ihrer Kinder richtig einzuschätzen. Nur in Geeste, Lengerich und Lingen sind die Werte ungefähr deckungsgleich. In Haselünne dagegen liegen die Testergebnisse nur halb so hoch wie die von den Eltern vermuteten Werte, in Emsbü-ren ist es genau umgekehrt. Die Karten 5 und 6 zeigen noch einmal alle Vergleichszah­len.

Bei der Gegenüberstellung von Sprachgebrauch und Kompetenz im Vergleich der drei Generationen beschränken wir uns auf die Zahlenwerte der Väter, da die Herkunftsübersicht der Befragungsergebnisse deutlich zeigt, daß mehr Väter (48,2%) als Mütter (31,7%) in ihrem jetzigen Wohnort geboren sind.

So soll zunächst der Sprachgebrauch der Großeltern in der regionalen Übersicht vorgestellt werden. Die tatsächlichen Kompetenzwerte für diese Generation liegen nicht vor, da sie nicht speziell erfragt worden sind, sie werden jedoch, wie in 3.5. bemerkt, um einige Prozentpunkte über den Werten des Sprachgebrauchs liegen (d.h. über 70%).

Betrachtet man zunächst die ersten drei Spalten der Tabelle 8 unter dem Aspekt des Verhältnisses der einzelnen Gemeinden zueinander, so fällt auf, daß sie weitge­hend korrelieren. Nur bei Lathen ist der Wert in der zweiten Spalte im Vergleich zu den beiden übrigen Werten verhältnismäßig niedrig. Der Übergang in der Kompetenz von Generation 1 zu Generation 2 entspricht also unseren Erwartungen: Sprechen die Großeltern platt, so können es auch deren Kinder, die jetzigen Eltern.

Bei der Kompetenz der Eltern (hier nur Väter) und dem Sprachgebrauch der Großeltern läßt sich ein Nord-Süd-Gefälle ausmachen. Damit ist gleichzeitig ausge­sagt, daß die Mundartkenntnis der Generationen 1 und 2 nicht mit der der Generation 3 korreliert (s. Tab. 7, Spalte 2). So finden wir bei den Eltern in Rhede, Nordhümmling, Werlte und Dörpen 80% aktive Dialektkompetenz, Twist liegt um 5% darunter. Bei der Generation 3 dagegen differieren die Werte stark: Rhede 0,0%, Nordhümmling 6,0%, Werlte 5,5%, Dörpen 6,9%. Twist dagegen weist die Höchstpunktzahl von 8,7% im gesamten Emsland auf.

Wenn wir nun den Mundartgebrauch der Eltern (untereinander) mit der aktiven und der passiven Kompetenz der Kinder vergleichen, fallen folgende Punkte auf (s. Tab. 8, Spalte 4, und Tab. 7):

Beim Sprachgebrauch der Generation 2 ist ebenfalls ein Nord-Süd-Gefälle zu verzeichnen, wobei Sögel hier nicht so tiefe Werte wie in den vorhergehenden Vergleichen aufweist und über Twist liegt, das ja bei der Schülerkompetenz ganz vorne anzutreffen ist.

In folgenden Orten besteht eine gewisse Korrelation zwischen dem Sprachge­brauch der Eltern und der aktiven Kompetenz der Schülergeneration (in Klammern: Elternsprachgebrauch / Schülerkompetenz in %): Nordhümmling (54,0 / 6,9), Werlte (43,6 / 5,5), Dörpen (35,1 / 6,9), Haren (31,9 / 5,4) und Twist (32,7 / 8,7). Diese Gemeinden sind ausschließlich in der Mitte bzw. im Norden des Emslandes zu finden. Unter dem erwähnten Gesichtspunkt fallen aus dem Rahmen: Sögel (35,3 / 0,0) und Rhede (30,0 / 0,0).

Im südlichen Kreisgebiet fallen Emsbüren und Salzbergen auf: Obwohl in Emsbüren der Gebrauch des Niederdeutschen bei der Generation 2 mit 17,8% nureinige Prozentpunkte unter dem Kreisdurchschnitt liegt, ist die Schülergeneration bei der aktiven Kompetenz mit 5,2% relativ stark im Emslandvergleich. Bei Salzbergen ist diese Erscheinung noch stärker ausgeprägt: Generation 2 nur 6,4%; Generation 3 dagegen 2,1% und damit nur 0,9% unter dem Kreisdurchschnitt.

Man muß natürlich bei solchen Zahlenvergleichen bedenken, daß es sich bei der untersuchten Bevölkerungsgruppe nur um einen begrenzten Personenkreis handelt. Bei den Ergebnissen der Samtgemeinde Sögel, die mit 0,0% bei der aktiven Kompe­tenz der Schüler doch auffällt, wurden deshalb nach der Auswertung nochmals die Schülertestbögen genau untersucht, und es bestätigte sich: Von 106 Kindern dieses Jahrgangs weist keines die nötige Punktzahl auf für die Qualifikation „gut sprechen können”.

Der Vergleich des Mundartgebrauchs der drei Generationen untereinander zeigt wiederum gravierende Einbrüche: Während die Väter zu 40% mit ihren Eltern aus­schließlich platt sprechen (Mütter 38%), liegt der Plattdeutschgebrauch in der jetzigen Eltern-Kind-Generation bei 0,7% (bezogen auf das gesamte Emsland). Die Ergebnisse in den einzelnen Samtgemeinden zeigen die Karten 7 und 8.

Als Ergebnis dieses Vergleiches können wir festhalten: Wo die Väter mit ihren Kindern plattdeutsch sprechen, dort finden sich entsprechende Werte auch bei den Müttern, in noch geringerem Maße sprechen auch die Kinder untereinander in der Mundart, allerdings nur zu 0,3% im Emsland-Durchschnitt. Wie sollen diese Kinder —wenn sie einmal Erwachsene sein werden — das Plattdeutsche an die nächste Genera­tion weitergeben?

 

3.5. Sprachgebrauch im Generationenvergleich

Aus der folgenden Tabelle 6 (rechte Spalte) geht hervor, daß nur noch 1% der Kinder heute ständig (0,3%) bzw. überwiegend (0,7%) im familiären Rahmen platt­deutsch spricht. Die 6,8%, die überwiegend Hochdeutsch sprechen, lassen sich im Zusammenhang mit den übrigen ermittelten Daten nur so deuten, daß diese Kinder zwar gelegentlich plattdeutsche Wörter und Wendungen gebrauchen, daß dies aber nicht als flüssiges Beherrschen der Mundart interpretiert werden kann (vgl. Tab. 3: Aktive Sprachkompetenz).

Da für die Generation 1 (Großeltern) keine Angaben über die aktive und passive Kompetenz aus dem Befragungsbogen abgelesen werden können, sind die drei Gene­rationen hier für den Gebrauch des Plattdeutschen einander gegenübergestellt worden.

Über einen Vergleich der Prozentzahlen mit der Kompetenz der Generationen 2 (Eltern) und 3 (Kinder) wird das einen gewissen Rückschluß auf die Mundartkompetenz der Generation 1 zulassen: Bei einem ausschließlichen Mundartgebrauch von 54,2% bzw. 51,7% der Großeltern untereinander darf wohl davon ausgegangen werden, daß in dieser Generation im gesamten Emsland eine aktive Kompetenz von über 70% vorhanden ist. Nach Janßen (1943: 58ff.) sprachen 1938/39 die Eltern zu 75-100% Plattdeutsch mit ihren Kindern, der heutigen Großeltern-Generation also, mit Ausnahme der Städte Lingen und Meppen (unter 50%) sowie weniger Gemeinden im Süden des Emslandes (50-74%). Es ist weiter zu bedenken, daß auch viele Flüchtlinge in der Nachkriegszeit berufsbedingt die Mundart erlernt haben, außerdem beherrschten die meisten Kaufleute und Handwerker in den Städten die plattdeutsche Sprache, die ihnen den Umgang mit den Landbewohnern und deren Kaufkraft erheblich erleichterte. In einigen Orten des Einslan­des beherrschte sozusagen jeder Bewohner das Niederdeutsche.

Angesichts der Zahlenreihen in der Tab. 6 soll gerade an dieser Stelle noch einmal an Stellmachers Auswertung der GETAS-Befragung erinnert werden: „Nieder­deutsch ist nicht tot, die Sprache lebt und — wie die Vergleiche mit älteren Untersu­chungen erbracht haben — sie hat in den letzten 20 Jahren keineswegs an Boden verloren” (Stellmacher 1987: 44). Ganz offensichtlich ist aber das Gegenteil der Fall, sowohl im Bereich der Kompetenz als auch im Sprachgebrauch, wie die vorliegenden Zahlen belegen.

Vergleich von GETAS-Befragung und Ergebnissen im Landkreis Emsland

3.4. Vergleich von GETAS-Befragung und Ergebnissen im Landkreis Emsland

Im Folgenden wollen wir einige Ergebnisse der GETAS-Befragung und unserer Befragung einander gegenüberstellen. Diese Zahlen weisen zugleich darauf hin, daß die ‘Aussagen der GETAS-Umfrage infolge mangelnder regionaler Differenzierung nur einen eingeschränkten Aussagewert haben.

Aus diesen Zahlen darf man sicherlich schließen, daß die aktive Mundartkompe­tenz der Kinder im gesamten Verbreitungsgebiet des Niederdeutschen ebenfalls unter dem emsländischen Niveau liegt, das mit 3% schon sehr niedrig ist.

3. 2. Passive Sprachkompetenz der Schüler

Bei der Beurteilung der passiven Kompetenz zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild (vgl. Tab. 2). Hier ist es offensichtlich, daß die Eltern das Verstehensvermögen ihrer Kinder nicht richtig einschätzen können. Sie liegen um nahezu genau 10 Prozent­punkte — bezogen auf die Gesamtwertung — in ihrer Beurteilung unter den tatsächli­chen Werten im Bereich von „gut verstehen” und „weniger gut verstehen”. Es ist also deutlich, daß die Eltern die passive Sprachkompetenz ihrer Kinder unterschätzen. Sie ist für die Väter und Mütter ja auch schlecht meßbar, zumindest weniger einschätzbar als die aktive Kompetenz, die sich in der Teilnahme an einem Gespräch äußert. Da die Eltern sich zwar nur zu 0,7% plattdeutsch mit ihren Kindern unterhalten, die Gesprä­che untereinander jedoch noch zu 20% auf Plattdeutsch geführt werden, bekommen die Kinder etliches mit, sind aber nicht der Adressat des Gesprochenen und werden somit auch nicht zu Äußerungen veranlaßt. Wie bei der Beurteilung der aktiven Kompetenz irren sich die Eltern auch hier mit ihrer Einschätzung von Ort zu Ort zum Teil recht deutlich, wie unter 3.6. noch gezeigt wird.

Bei der Gegenüberstellung der Testergebnisse (verstehen können — sprechen können), die mit dieser Untersuchung erstmals vorliegen, bestätigt sich die anfangs geäußerte Vermutung, daß sich die Mundartkenntnisse der Heranwachsenden gegen 0% bewegen. Für eine weitergehende Prognose über die zukünftige Entwicklung verweisen wir aber auf die Schlußdiskussion. Interessant ist aber an dieser Stelle noch der Vergleich mit den Ausführungen von Kremer (1983: 81):

„Über die Mundartkompetenz der in dieser Enquete mit angesprochenen neun- bis zehnjährigen Grundschüler läßt sich nur annähernd der Prozentsatz passiver Kompetenz ermitteln, der bei mindestens 33,7% liegen muß, denn in diesem Umfang sprechen die Eltern (vornehmlich die Väter), allerdings fast nur gelegentlich, mit den Kindern Platt. Die aktive Kompetenz dürfte irgendwo zwischen 14,6% und 33,7% liegen. In diesem Generationssprung von etwa 30 Jahren liegt also ein Kompetenz-Rückgang von 30-40%, der sich jedoch etwas verringern dürfte, da ja eine gewisse Zunahme der Mundartkennt­nisse mit wachsendem Alter, vor allem nach dem Berufseintritt, noch zu erwarten ist.”

Wenn man in unserer Untersuchung die Prozentwerte von “gut sprechen” und „weniger gut sprechen” zusammenfügt, kommt man etwa auf die obigen Werte der aktiven Kompetenz 1981 im Kreis Borken. Betrachtet man jedoch die Testbögen der Schüler und verbindet sie mit den Aussagen verschiedener Deutschlehrer zu den darin enthaltenen Hinweisen auf die tatsächlichen Sprachkenntnisse, so muß man sagen, daß nur etwa 3% der 10-Jährigen im Jahre 1989 ein Gespräch in flüssigem Plattdeutsch führen können.

3 Auswertung

3.1. Aktive Mundartkompetenz der Schüler

Unsere erste Frage richtet sich auf die aktive Dialektkompetenz der Schüler, wobei die Einschätzung der Kompetenz durch die Eltern und die Ergebnisse des Tests einander gegenübergestellt werden (vgl. Tab. 1).

Die Testergebnisse und die Werte der Elterneinschätzung liegen im Kreisdurch­schnitt erstaunlich nahe beieinander. Untersucht man jedoch die Ergebnisse der einzelnen Gemeinden, so irren sich die Eltern mit der Einschätzung der Fähigkeiten ihrer Kinder zum Teil ganz erheblich, wie noch im Abschnitt 3.6. „Regionale Unter­schiede” dargestellt wird.

 

 

 

1.2. Ziel der Untersuchung

1.2. Ziel der Untersuchung

Wenn in der GETAS-Befragung schon ein immenser Rückgang bei den erwach­senen Mundart-Sprechern zu verzeichnen war, mußte es um so mehr interessieren, wie es um die Plattdeutschkompetenz bei den Heranwachsenden bestellt ist. Hierauf lie­ferte die Umfrage jedoch keine Antwort. Dieser Lage der Dinge entsprang unser Vor­haben, der jüngsten Entwicklung der Dialektkenntnisse durch eine Umfrage unter den Schülern der letzten Grundschulklasse im Kreis Emsland selber nachzuspüren. Als Modell für diese Umfrage diente eine Befragung von Ludger Kremer aus dem Jahre 1981 im Kreis Borken, in der er die Eltern der 10-jährigen Kinder befragt hatte: Auch hier konnte ein anhaltender Rückgang der Mundartkenntnisse festgestellt werden’.

Allerdings waren auch in dieser Befragung die Aussagen zur Sprachkompetenz der Untersuchungsgruppe ausschließlich durch Selbsteinschätzung zustande gekom­men. Da ein Lehrer jedoch bei der Selbsteinschätzung der Kinder und bei der Einschät­zung der Kenntnisse von Kindern durch deren Eltern nahezu bei jedem Elternsprech-tag negative Erfahrungen sammeln muß, war uns von Anfang an klar, daß bei einer ähnlichen Befragung im emsländischen Sprachraum neben dem Abfragen der subjek­tiven Elternaussagen eine objektive Überprüfung der Dialektkenntnisse der Kinder erfolgen mußte.

2 Vorbereitung und Durchführung der Befragung

Die Untersuchung wurde mit der Unterstützung des Schulaufsichtsamtes des Krei­ses Emsland durchgeführt’. In zwei Vorläufen in den 5. Klassen der Orientierungsstufen Emsbüren und Spelle wurden die Entwürfe zum Fragebogen getestet und verbessert. Schließlich wurden alle Klassenlehrer der 4. Schuljahre im gesamten Emsland in den sechs einzelnen Dezernaten zur Dienstbesprechung eingeladen und in das genauere Verfahren eingewiesen. Jedem Klassenlehrer wurde eine bespielte Tonkassette und eine Mappe mit zwei Arbeitsbögen für die Schüler nebst einem Elternfragebogen überreicht.

Die Schüler hatten zunächst einen plattdeutschen Text, der auf der Kassette vor­gesprochen wurde, ins Hochdeutsche zu übersetzen. Danach mußten die Kinder hoch­deutsche Wortgruppen ins Plattdeutsche übertragen. Anschließend wurden diese Tests von den jeweiligen Klassenlehrern ausgewertet und auf dem Dienstwege zurückgeleitet. In den oben genannten Dienstbesprechungen waren alle. für die Lehrpersonen wichti­gen und zu berücksichtigenden Probleme angesprochen worden, wie die Beurteilung der Schreibweise der Dialektwörter, regionale Ausspracheunterschiede usw. Bei die­sen Besprechungen wurde außerdem deutlich, daß die meisten Lehrer Plattdeutsch verstehen und etwa 40% auch Plattdeutsch sprechen konnten. Das Interesse dieser Lehrpersonen an der Befragung war — nach anfänglicher Zurückhaltung — erfreulich groß. Bei der Durchführung gab es nur sehr wenige Rückfragen; ohne die intensive Einbeziehung der einzelnen Klassenlehrer, die wiederum nur möglich war durch die dienstliche Aufforderung des Schulaufsichtsamtes, wäre die Durchführung jedoch unmöglich gewesen. Die Untersuchung wurde in,allen Grundschulen des Emslandes während der dritten Februarwoche 1990 durchgeführt.

Nach Aussagen etlicher Lehrpersonen wurde diese schulische Besonderheit von den Kindern durchweg als willkommene Abwechselung im Schulalltag angenommen. Anders als in den üblichen Stunden wurde hier der Unterrichtsgegenstand größtenteils auch über das Stundenende hinaus lebhaft diskutiert. Wie vorgesehen haben alle Klassen das Pensum in einer Schulstunde durcharbeiten können. Bei der ersten Auswertung der korrigierten Schülerarbeiten stellte sich heraus, daß nur wenige Lehrerkorrekturen nachgebessert werden mußten (im Bereich der Schülerübersetzun­gen vom Hochdeutschen ins Plattdeutsche). Hiermit lagen nun die Ergebnisse von 3184 Schüler(inne)n in bezug auf die aktive und passive Sprachkompetenz vor. Er­freulich war auch die hohe Beteiligung der Mütter und Väter an der kombinierten Eltern-Schüler-Befragung: 2985 Elternfragebögen (1 Fragebogen pro Elternpaar) ka­men ausgefüllt zurück (93,7%). Die Befragung war zwar vorher in der Presse ausführ­lich angekündigt worden, dennoch zeigt diese enorm hohe Rücklaufquote bereits ein großes Interesse am Kulturgut Plattdeutsch im Emsland.

Es wurde der Elternbefragungsbogen von der Umfrage im Kreis Borken 1981 übernommen, der um zwei Fragen erweitert wurde, die sich direkt auf den Schülertest beziehen:

  • Kann Ihr Kind, das jetzt das 4. Schuljahr besucht, plattdeutsch sprechen? (Frage 4)
  • Kann es Platt verstehen? (Frage 5)

Beim ersten Vorlauf des Schülertests in Emsbüren war nur eine Übersetzung vom Plattdeutschen ins Hochdeutsche verlangt worden, bei der die Arbeitsergebnisse relativ gut ausfielen (ca. 60% der Kinder konnten den Text gut übersetzen). Die sechs Deutschlehrer(innen) stellten jedoch übereinstimmend fest, daß höchstens zwei Kin­der gut Plattdeutsch sprechen konnten. Daher war klar, daß dieser Teil des Tests lediglich etwas über die passive Dialektkompetenz aussagen konnte. Um auch eine Überprüfung der aktiven Kompetenz zu erreichen, mußten die Kinder von der Hoch­sprache in den Dialekt übersetzen. Dabei waren jedoch die regionalen Unterschiede zu beachten, schließlich mißt das Emsland in Nord-Süd-Richtung über 80 km.

Die Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Befragung einigte sich darauf, den Leh­rern drei verschiedene Tonbandaufzeichnungen für den Schülertest zur Verfügung zu stellen.

Die drei einzelnen Sprachräume entsprechen den ehemaligen Altkreisen Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen und sind damit der Einteilung von Hermann Schönhoff (1908: 21) und Baader (1954: 239f.) nachempfunden: 1. Nordemsländisches und Hümmlingsches, 2. Südemsländisches und 3. Lingensches Platt (vgl. Taubken 1985: 274f.). Im Bereich der Überprüfung der aktiven Kompetenz boten sich Wortkombinationen aus der dialektgeographischen Arbeit von Taubken (1985) an (Beispiel: „Pferde und Kühe”, „ein weiches Herz”).

Das Beispiel ‘Kirche’ (vgl. Karte 2) zeigt die Verschiedenartigkeit der Ausspra­che in den einzelnen Gebieten des Landkreises. Wegen der Dreiteilung des Sprecher­textes und der Möglichkeiten für die Lehrpersonen, die Schülerübersetzungen anhand der Wortkarten zu überprüfen, waren für die Durchführung keine Schwierigkeiten mehr zu erwarten. Die zweite Versuchsphase in den 5. Klassen der Orientierungsstufe in Spelle zeigte dann auch, daß mit dieser erweiterten Form der Schülerüberprüfung offensichtlich ein Instrument der Unterscheidung zwischen aktiver und passiver Dia­lektkompetenz gefunden war.

Die beiden von uns hinzugefügten Fragen stehen in direktem Bezug zu den beiden Teilen des Schülertests, der die aktive und passive Sprachkompetenz der Schüler überprü­fen sollte. So konnte der Bereich der „Selbsteinschätzung” durch die befragten Eltern objektiviert werden. Damit wird diese Gegenübetstellung zu einem wichtigen Aspekt unserer Untersuchung. Da die Eltern sowohl aus der Zeitung als auch von ihren Kindern erfahren hatten, dass in der Schule eine Überprüfung der Dialektkompetenz der Kinder stattfinden sollte, werden sie vermutlich ihre Aussagen zu diesem Bereich ganz sorgfältig gemacht und sicherlich nicht zu hoch angesetzt haben. Die Punkteskala für die Beurteilung der ausgefüllten Fragebögen wurde ebenfalls in der Arbeitsgruppe beim Schulaufsichtsamt festgelegt. Sie erwies sich als durchaus praktikabel. Eine gewisse Schwierigkeiten deutete sich an bei der Festlegung der Grenzen zwischen den beiden Bewertungsbereiche

  • versteht gut
  • weniger gut
  • gar nicht.

Nach erneuter Durchsicht etliche Schülertests fiel diese Entscheidung er relativ leicht. Die ausgefüllten Fragebögen wurden mit Hilfe eines Computers ausgewertet.

Wir danken Frerk Möller, Germanistisches Seminar der Universität Jiel, für seine Hilfe bei der datentechnischen Auswertung unserer Befragung.