Zeitpunkt und Ort

Dass dieser Plattdeutschtag längst überfällig war, zeigte auch die große Beteiligung, ein Hinweis auf ein hohes Interesse an der heimischen Sprache.

Das Kloster Frenswegen war aus mehrfacher Hinsicht prädestiniert für diese Veranstaltung.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Frenswegen#/media/File:Stiftung_Kloster_Frenswegen.jpg

Platt in der Grafschaft Bentheim

Die Grafschaft Bentheim hat zwei Mundartbereiche: die Ober- und die Niedergrafschaft. Außerdem gibt es niederländische Einflüsse, die sonst nirgendwo im niederdeutschen Sprachgebiet anzutreffen sind.

Hier finden sich auch vergleichsweise aktive Bemühungen um den Erhalt des Plattdeutschen.

Koordiniert werden diese insbesondere von Albert Rötterink aus Emlichheim.

 

 

 

 

 

Mit Plattdeutsch in die neue Welt

Ab 1835 setzte in der plattdeutschen Welt Nordwestdeutschlands eine enorme Auswanderungswelle insbesondere nach Nordamerika ein.

Das hatte mehrfache gravierende Gründe:

  • Hungersnöte u. a. durch einsetzende Kartoffelfäule
  • Markenteilungen zuungunsten der Besitzlosen
  • der Hollandgang wurde zunehmend finanziell unattraktiv
  • unmenschliche Doppelbelegung von Heuerhäuser wegen Bevölkerungsexplosion
  • nicht von ungefähr kam es 1848 zur Revolution

Insbesondere die besitzlose Landbevölkerung (Heuerleute) verließen ihre angestammte Heimat.

Ihre Sprache nahmen sie mit und viele behielten sie auch dort bei. Das war möglich, weil sie mehrheitlich in größeren Gruppen siedelten.

Etliche Orte in den nordöstlichen Vereinigten Staaten tragen heute noch norddeutsche Namen.

Karte: bearbeitet von Bernd Robben

Zeichnungen rund um die plattdeutsche Kinderwelt

Marianne Bröring

hat dieses plattdeutsche Lesebuch für die Region Emsland 1993

mit sehr ansprechenden Illustrationen bereichert.

 

Freundlicherweise hat sie diese Zeichnungen auch für diese Website zur Verfügung gestellt.