Nicht nur die Firmengründung war auf platt…

http://www.watt-up-platt.de/hermann-paus-emsbueren/

Hermann Paus gehört zu den entscheidenden Pionieren der Nachkriegszeit in der Landmaschinenbranche, in der fast ausschließlich plattdeutsch gesprochen wurde.

Dabei hatte er denkbar ungünstige Ausgangssitutionen:

 

Im Alter von drei Jahren starb sein Vater durch einen Unfall und mit neun Jahren verlor er seine Mutter, die an einer schweren Lungenkrankheit litt.

 

 

Danach lebte er – getrennt von seinen Geschwistern – in der Familie seiner Tante Paula in Hiddingsel südöstlich von Münster

 

Sein Onkel, der dort eine Dorfschmiede betrieb, hat den jungen Waisen sicherlich nicht gerade aufgebaut durch die Feststellung: Aus dem Jungen wird nichts!

 

 

 

Vor 50 Jahren gründeten Hermann und Agnes Paus ein Unternehmen. Dabei stieg man nicht in die Produktion von Landmaschinen ein, was das bisherige überaus erfolgreiche Arbeitsgebiet von Hermann Paus war.

So ist das Unternehmen seit 1968 im internationalen Maschinenbau tätig.

Vor wenigen Wochen wurde das 50 jährige Firmenjubiläum gefeiert.

 

Zu Beginn wurden Baumaschinen gefertigt.

Dabei erweiterte man das Produktprogramm stetig  um die Entwicklung und Fertigung von Berg- und Tunnelbaufahrzeugen, Schrägaufzügen, Hubarbeitsbühnen und Kräne.

Zunehmend gingen die in Emsbüren entwickelten  Maschinen in alle Welt, der Vertrieb wurde nach und nach über ein weltweites Händlernetz organisiert.

 

So liegt der Exportanteil des Unternehmens heute bei etwa 70 Prozent. Seit 2001 gibt es eine Repräsentanz in Moskau, 2003 folgte eine Vertriebsgesellschaft in Santiago de Chile.

Hier Besuch aus Indien. Rechts Sohn Hermann – Josef, der mit seinem Bruder Wolfgang heute das Unternehmen führt.

Tochter Lisa Paus ist Mitglied des Deutschen Bundestages

https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/P/paus_lisa/522568

 

 

Sowohl im Betrieb als auch im Raum Emsbüren und darüber hinaus weiß man, welchen Anteil Ehefrau Agnes als Kauffrau an der rasanten Entwicklung des Betriebes hat.

 

 

 

 

 

Weitere Videos folgen…

 

 

Besuch in Niederbayern

Welchen Stellenwert hat der angestammte Dialekt an der Basis im bayerischen Wald heute?

 

Dazu gehörte auch ein Besuch in einer Grundschule, die aus datenrechtlichen Gründen nicht genannt werden kann.

Interessant ist da schon ein Blick in die umfangreichen Handreichungen aus dem Kultusministerium:

Auch dort gibt es regionale Ausprägungen des Dialekts

… in der Gaststätte

Zumindest auf dem Lande wurde die plattdeutsche Sprache in den Gaststätten durchweg gesprochen. Nach Regionen verschieden verschwand mit dem Sterben der Dorfkrüge (anderswo auch Kneipen genannt) auch das Plattdeutsche insgesamt.

Eine kleine Reminiszenz darauf geben die nachfolgenden Beiträge von den Brüder Heinz und Hubert Hölscher aus Emsbüren im Emsland, die beide in der elterlichen Gaststätte aufwuchsen. Heinz betrieb diese bis zur Altersgrenze.

 

Frank Hoppmann zeichnet auch “up platt”

https://www.wochenblatt-reporter.de/landau/c-lokales/der-thomas-nast-preis-geht-an-frank-hoppmann_a38482?fbclid=IwAR3MHFI-_33u6MDdTH1WjZlRWO2pLovhYpo-MHzaP3YGv5S-ipiFr9-KxDI

Frank stammt aus dem kulturträchtigen emsländischen Ort Emsbüren.

Auch die zu den sechs erfolgreichsten niederdeutschen Autoren(innen) zählenden Maria Mönch – Tegeder stammt von dort.

Nachweislich ist hier auch das Lied von Pastor sin Koh entstanden.

 

 

Diese Ehrung in Landau reiht sich mittlerweile in eine lange Reihe von Auszeichnungen, Frank Hoppmann gilt als erfolgreicher Nachfolger seines Freundes Tomi Ungerer.

Er zählt zu den besten Karikaturisten Europas.

 

 

 

 

Fotos mit Erlaubnis von Frank Hoppmann: Archiv Robben

Artikel aus Neue Osnabrücker Zeitung vom 14. 03. 2016

Schnaps im Wasserkessel

Im Jahr 1991 stellte der Regisseur Hans-Erich Viet diesen Film als Abschlussarbeit  an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin vor. Dafür erhielt er 1992 den Adolf-Grimme-Preis

1950 wurde im ostfriesischen Rheiderland eine Dokumentation über die Landarbeiter bei der Einbringung der Ernte gedreht. In den alten Dokumentaraufnahmen droschen die Arbeiter nach einer längst veralteten Methode Raps und wurden dafür anschließend mit Schnaps und Rosinenbrot entlohnt. Ausgehend von diesem alten Amateurfilm, wovon auch Ausschnitte für Schnaps im Wasserkessel verwendet werden, begibt sich vierzig Jahre später Hans Erich Viet auf die Spurensuche nach den Lebens- und Arbeitsbedingungen der einstigen Landarbeiter in seiner rheiderländischen Heimat. Dabei entdeckt der Regisseur Vertrautes, geht seinen eigenen Motiven nach, die ihn in den frühen 1960er Jahren aus seiner rheiderländischen Heimat weggetrieben haben und lässt die Landarbeiter, Bauern, MägdeSchnaps- und Ziegelbrenner, Jäger und VW-Arbeiter größtenteils im Rheiderländer Platt, das auch der Regisseur selbst noch spricht, von ihrem Leben und ihrer Arbeit erzählen.

Aus:https://de.wikipedia.org/wiki/Schnaps_im_Wasserkessel