Plattdeutsches Radioagazin – Mit Ilka Brüggemann
Ein Magazin mit Beiträgen aus allen Lebensbereichen und Neuigkeiten aus den Regionen auf Plattdeutsch. Die Sendung wird moderiert von Ilka Brüggemann und Hedwig Ahrens – freitags von 19.05 bis 20 Uhr. Interessante Beiträge und Reportagen liefern unter anderem Hanne Klöver und Frank Jakobs.
https://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/epg/Plattdeutsches-Magazin-Mit-Ilka-Brueggemann,sendung611670.html
Im Juli des Jahres 1948 wurde ich als ältester Sohn auf einem Bauernhof im südlichen Emsland geboren, in eine durch und durch plattdeutsche Welt hinein.
Dennoch war das Plattdeutsche nur meine Vatersprache, meine Mutter stammte aus der Stadt Osnabrück und sprach mit mir und meinen jüngeren Geschwistern überwiegend hochdeutsch.
Allerdings waren die Sprach- und Sprechanteile in unserer bäuerlichen Großfamilie ansonsten durchweg plattdeutsch geprägt.
Auch die Sprachkontakte mit meinen Altersgenossen fielen ausschließlich niederdeutsch aus in der abgelegenen Bauerschaft, die jeweils mehrere Kilometer vom nächsten Kirchdorf entfernt lag. Dorthin kam ich in der Regel nur sonntags zum Kirchgang, da wurde zu der Zeit die Messe – außer in der Predigt – noch weitgehend in Latein abgehalten. Als Messdiener lernte ich dann das Confiteor und das Suscipiat auswendig, ohne zu wissen, was ich dort aufsagte.

Die ersten vier Schuljahre in der einklassigen Volksschule verstärkten den Zugang zum Hochdeutschen.
Allerdings zeigte sich später insbesondere im Deutschunterricht der Anfangsklasse am Gymnasium, dass ich durchweg plattdeutsch dachte – die Sprachwelt der bäuerlichen Großfamilie mit 12 Personen nebst “Gesinde” hatte meine Sprachentwicklung wohl überdeutlich bestimmt.
Die Muttersprache Hochdeutsch hatte also in den ersten 10 Lebensjahren offensichtlich wenig Möglichkeiten, an meiner Sprachentwicklung wesentlich Anteil zu nehmen.
So waren meine Aufsätze in den ersten zwei Jahren auf dem Gymnasium durchweg mangelhaft. Rückschauend betrachtet habe ich erst durch die lateinische Grammatik die Strukturen der hochdeutschen Sprache so verinnerlicht, dass sich von der Zeit an meine schriftlichen Leistungen im Fach Deutsch wesentlich verbesserten.
Fotos: Archiv Robben

http://Von Foto: Axel Hindemith /, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=60108152
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Nach dem 2. Weltkrieg, den er als Soldat erlebte, studierte er an der Pädagogischen Hochschule in Hannover. Danach war er ab 1948 als Lehrer in Ostfriesland tätig
Zunächst betätigte sich Christophers nebenberuflich als plattdeutscher Autor. Dann stieg er als regionaler Berichterstatter beim NDR ein. Aber auch als Autor hat er in zahlreichen Lesungen Plattdeutsches aus seiner Feder vorgetragen und wurde so ein besonderer Anwalt der plattdeutschen Sprache.
Überregional bekannt wurde Ewald Christophers in seiner Funktion als Moderator der plattdeutschen NDR-Talkshow Talk op Platt von 1982 bis 1995.
Ewald Christophers starb 2003 im Alter von 81 Jahren.
Foto:Ostfriesische Landschaft
Foto: Frank Schwichtenberg in Wikipedia
Plattdeutsch beherrscht Yared Dibaba wie seine
Muttersprache. Obwohl der plattsnackende Moderator in Äthiopien geboren ist, fühlt er sich seit seinem vierten Lebensjahr im Norddeutschen heimisch: „Früher habe ich wegen meiner Hautfarbe kaum Jobs gekriegt. Als dann bei mir das Plattdeutsch dazu kam, war das auf einmal etwas Besonderes und ich ein gefragter Schauspieler.
… so wurde er zur Sendung angekündigt.
Leider gelang es Margit Sponheimer durch einen zu starken Hang zur Selbstdarstellung nicht, den heutigen Stellenwert der Dialektnutzung im gesamten Rheinland zu erklären. Bei ihr stand nur der Karneval im Fokus.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0b/2017_Fastnacht_in_Franken_-_Margit_Sponheimer_-_by_2eight_-_DSC9753.jpg
So wurde sie zur Sendung angekündigt:
Margit Sponheimer ist zwar in Frankfurt geboren, wurde aber als „Meenzer Mädsche“ zur Ikone. 40 Jahre lang war die Schlagersängerin aus der Fastnachtsszene nicht wegzudenken und wurde mit ihren Auftritten zur Kultfigur. Das Rheinhessische war immer ihr Markenzeichen: „Das hat für viele so was Heimeliges. Niemand sollte leugnen, aus welchem Stall er kommt. “
So wurde er zur Sendung angekündigt:
Seit ewigen Zeiten stehe ich jetzt schon auf den Bühnen der Republik und bin insbesondere im Sendegebiet von SWR3, also vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unterwegs.
Mit dem „Fundamt für peinliche Verluste“ ging es los bei SWF3, über viele Comedyformate hin zu ‚AZNZ‘ »Alte Zeiten Neue Zeiten«. Die AZNZ-Tour hatte mehr als 200.000 Zuschauer und hat den SWR dazu verführt, mich den »König des schwäbischen Kabaretts« zu nennen, was ich ihm bis heute nicht übel nehme.
Heute schreibe und produziere ich jede Woche zwei neue »# Bloss kein Trend verpennt« Comedies für SWR3, Deutschlands beliebtestem Radiosender.
Im SWR-Fernsehen seht Ihr mich in verschiedenen Formaten: »Meister des Alltags«, »Ab durch die Heimat«, »Verstehen Sie was?«, »Sonntag am Freitag« (Landesschau) und nicht zu vergessen meine alljährliche Kult-Sendung »Bruder Christophorus – das jüngste Gerü(i)cht«.
In der übrigen Zeit kümmere ich mich um die Projekte meiner gemeinnützigen »Stiphtung Christoph Sonntag«.
Kernstück meiner Arbeit aber ist und bleibt die Liveshow, da komme ich her und da gehöre ich hin.
http://Von Frank C. Müller, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11202909

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/83/HaraldSchmidt-IMG_4906.jpg
Nürtingen! Wie oft fiel der Name seiner schwäbischen Heimat in seinen Shows. Harald Schmidt legte den Grundstein seiner Showmasterqualitäten bereits, als er die Treppe seines Elternhauses mit den Worten „Guten Abend, meine Damen und Herren“ hinabschritt. Seinen Heimatdialekt beherrscht der Exilschwabe perfekt: „Meine Herkunft ist der Humus, von dem ich heute noch zehre.“