Karl-Heinz Vehring Oberbürgermeister von Lingen a. D.

Kurzvita:

Karl-Heinz Vehring ist als zweitjüngstes von neun Kindern geboren. Er legte die Reifeprüfung 1956 am Gymnasium Meppen ab und nahm im Sommersemester 1956 das Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Münster und Freiburg auf. Seine erste juristische Staatsprüfung erfolgte im Januar 1960, die zweite im Januar 1964 nach 3,5 Jahren Referendarausbildung. Anschließend war er bis zum 31. Juli 1964 als Gerichts-Assessor bei der Staatsanwaltschaft Bückeburg und anschließend vom 1. August 1964 bis 28. Februar 1965 als Regierungs-Assessor bei der Landeskulturverwaltung in Meppen tätig. Zum 1. März 1965 erfolgte seine Einstellung bei der Stadt Lingen (Ems) als Stadtoberrechtsrat bei gleichzeitiger Übertragung der Funktion des allgemeinen Vertreters des Stadtdirektors. Am 1. Dezember 1966 wurde er für die Zeit vom 1. Juni 1967 bis 31. Mai 1979 einstimmig zum Stadtdirektor der Stadt Lingen (Ems) gewählt. Durch den Statuswechsel der Stadt Lingen ab 1. August 1977 (Lingen wurde große selbstständige Stadt) erhielt er die Dienstbezeichnung Oberstadtdirektor und wurde am 6. Juli 1978 ohne Gegenstimmen für die Zeit vom 1. Juni 1979 bis 31. Mai 1991 und erneut am 7. Juni 1990 für die Zeit vom 1. Juni 1991 bis 31. Mai 2003 wiedergewählt. Seine Dienstzeit bei der Stadt Lingen beendete er im 65. Lebensjahr am 30. April 2000. Karl-Heinz Vehring wurde zum Ehrenbürger der Stadt Lingen (seit 1. Mai 2000) ernannt. Im Jahr 2008 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Heinz_Vehring am 21. 11. 2017

Die Stadt Lingen fördert das Plattdeutsche

Zunächst möchte ich es sehr begrüßen, daß Sie eine Ini­tiative ergreifen, um die plattdeutsche Sprache im Ems-land zu erhalten und zu fördern. Ich bin in einer Fami­lie aufgewachsen, in der noch plattdeutsch gesprochen wurde. Die plattdeutsche Sprache vermittelt ein Stück emsländischer Heimat. Mit ihr lassen sich oft auch kurz und mit großer Treffsicherheit bestimmte Lebenssitua­tionen beschreiben, seien sie positiver oder negativer Art. Im Umgang miteinander kann mit der plattdeutschen Sprache vieles erzählt werden, was im Hochdeutschen nicht annähernd eine vergleichbare Ausdrucksstärke erreicht.

Doch die hochdeutsche Sprache verdrängt das Plattdeutsch zunehmend. In der Stadt Lingen wird sicherlich zum allergrößten Teil nur noch hochdeutsch gespro­chen.

In verschiedenen Ortschaften wird allerdings durchaus noch die plattdeutsche Sprache sowohl gesprochen als auch gefördert und gepflegt, dies gilt auch für man­che Ortsratssitzung. Diese Sprache vermittelt dabei in stärkerem Maße eine nach­barschaftliche, freundschaftliche und in vielen Fällen auch vermittelnde Atmo­sphäre. Wenn die „Gangart” in einer solchen Sitzung etwas härter wird, kann ein mit Humor gewürztes plattdeutsches Wort die Wogen wieder leichter glätten.

Die plattdeutsche Sprache hat für zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch für mich durchaus praktische Vorteile. Zum Beispiel ist bei Grund­stücksverhandlungen die „Amts- und Verwaltungsschwelle” sicher viel niedriger, wenn sich der Verhandlungspartner in der täglichen Umgangssprache unterhalten kann. Es entsteht von vornherein eine vertraulichere Verhandlungsatmosphäre. Dies bedeutet nicht, daß der andere damit übervorteilt werden soll, sondern im Ge­genteil: Er kann sich in der plattdeutschen Sprache in vielen Fällen leichter und schneller ausdrücken und damit seine Interessen besser wahrnehmen.

Für viele Bürgerinnen und Bürger des Emslandes in den Grenzgebieten zu den Niederlanden dürfte die plattdeutsche Sprache auch deswegen von Vorteil sein, weil die niederländische Sprache in starkem Umfang dem Plattdeutschen ähnlich ist. Vielen fällt es zwar schwer, sich auf Niederländisch zu unterhalten; man ver­steht aber sehr wohl die Niederländer in ihrer Sprache und umgekehrt. Dabei muß ich allerdings zugeben, daß im Verhältnis zu den Niederlanden im großen und ganzen Hochdeutsch die Amtssprache ist. Es wird jedoch immer angestrebt, dass bei Veranstaltungen, zum Beispiel innerhalb der Ems-Dollart-Region, in den Niederlanden niederländisch und in Deutschland deutsch gesprochen wird. Natür­lich ist es leichter, das Niederländische zu erlernen und zu sprechen, wenn man auf der plattdeutschen Sprache aufbauen kann.

Die Stadt Lingen bemüht sich, auch plattdeutsche Bezeichnungen und Begriffe zu erhalten. So ist der Kulturausschuß unserer Stadt bestrebt, daß zahlreiche Straßen nach Flurnamen benannt werden, die aus dem Plattdeutschen kommen. In vielen Heimatvereinen wird mit Unterstützung der Stadt die plattdeutsche Sprache geför­dert. Theaterstücke werden in Plattdeutsch aufgeführt. In der Grundschule in Dar-me gibt es eine besondere Förderung der plattdeutschen Sprache für die dortigen Schülerinnen und Schüler. Die plattdeutsche Sprache gehört eigentlich zum Typ des Emsländers dazu, wobei ich nicht unerwähnt lassen möchte, daß manche Ge­schichten, Dönkes und Witze nur wirken, wenn Sie auf Plattdeutsch erzählt wer­den. Damit wird die Bedeutung der plattdeutschen Sprache auch für den Inhalt der Erzählung deutlich.

Zusammenfassend möchte ich sagen, daß auch in der Stadt Lingen ein Stück Kul­tur verloren gehen würde, wenn die plattdeutsche Sprache, die sicherlich in frühe­ren Zeiten in allen Ortschaften der Stadt gesprochen wurde, untergehen würde.

 

 

Dr. Rudolf Seiters

Rudolf Seiters, 1937 in Osnabrück geboren, ver­trat den Wahlkreis Unterems im Deutschen Bun­destag. Von 1989 bis 1991 war er als Minister Chef des Bundeskanzleramtes, von 1991 bis 1993 Bun­desinnenminister. Von November 2003 bis Ende 2027 war Seiters Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. Er lebt in Papenburg.

Ich bin im Jahre 1937 geboren, aufgewachsen in der Ortschaft Bohmte bei Osnabrück, einer überwiegend ländlich und mittelständisch orientierten Region, in der in meiner Kindheit und Jugend das Plattdeutsche eine große Rolle spielte – nicht nur in vielen Familien, im pri­vaten Umgang, sondern auch bei Behörden, Ämtern, Institutionen, auch in Schulen. Im Laufe der Zeit ist die Bedeutung des Plattdeutschen zurückgegangen, insbe­sondere die Zahl derer, die sich der plattdeutschen Sprache bedienen.

Dennoch hat sie mich auch später begleitet, ist sie auch aus meiner politischen Arbeit – ich vertrete seit 1969 das Emsland im Deutschen Bundestag, seit 1980 auch den ostfriesischen Land­kreis Leer – im Grunde nicht wegzudenken. In meine Sprechstunden kommen oft­mals Menschen, die plattdeutsch sprechen und dabei auch freier sind in der Ver­tretung ihrer Anliegen. Bei Feierstunden und offiziellen Anlässen ist manchmal ei­ne plattdeutsch gehaltene Ansprache interessanter, oft sogar präziser und heiterer.

An meinem 60. Geburtstag war bei den Ansprachen nach Rita Süssmuth, Wolf­gang Schäuble und Friedrich Bohl der Landrat an der Reihe, und jedermann hat sich gefragt: Was kann und was wird er jetzt denn noch zusätzlich sagen? Er hat seine Ansprache auf Plattdeutsch gehalten, und es war ein weiterer Höhepunkt dieser harmonischen, kleinen Feier.

Alles in allem glaube ich, daß die plattdeutsche Sprache auch heute eine große so­ziale und kulturelle Bedeutung hat – nicht nur für die Menschen, die sich dieser Sprache bedienen, sondern auch für die Identität einer Region. Das hat etwas mit Heimat zu tun, dabei kann es durchaus Differenzierungen geben. Ich war immer sehr neugierig und wißbegierig, mir die Unterschiede zu merken zwischen dem Plattdeutschen meiner Osnabrücker Heimat und dem Emsländischen, ganz zu schweigen von der besonders ausgeprägten Art des Rheiderländer Platt, zu dem man einen besonderen Zugang braucht. Es gab einmal ein großes Gelächter unter sieben amerikanischen Austauschschülern in meinem Wahlkreis, die etwas scha­denfroh einen Mitstipendiaten hänselten, weil er in eine Familie geraten war, in der fast nur Rheiderländer Platt gesprochen wurde.

Ich habe mich sehr um die Europäische Charta der Regional- oder Minderheiten­sprachen gekümmert und mich für eine baldige Ratifizierung dieses Instruments des Europarates durch die Bundesrepublik Deutschland eingesetzt. Ziel dieser Ra­tifizierung ist unter anderem, einen möglichst weitgehenden Schutz für Minder­heitensprachen, aber auch für die Regionalsprache Niederdeutsch, zu erreichen. Die plattdeutsche Sprache wird durch die Europäische Charta in ihrem Bestand ge­schützt.

Die Europäische Union kann in Brüssel auch Programme auflegen, um die ge­schützten Regionalsprachen auch finanziell zu fördern. Bei diesen Fördermaßnah­men handelt es sich um zweisprachige Kindergartenarbeit, den Plattdeutschunter­richt an Schulen We auch um die Unterstützung plattdeutscher Literatur. Ich wür­de es sehr begrüßen, wenn zum Beispiel die Landschaften als Kulturparlamente der Regionen entsprechende Programmvorschläge erarbeiten würden.

Eines der bekanntesten Lieder des Emslandes ist der „Hümmelske Bur”, das bei manchen Anlässen gesungen wird, und das ich als ein der Heimat besonders zu­gewandtes Beispiel dem geneigten Leser nicht vorenthalten möchte:

De Hümmelske Bur

De hümmelske Bur

is wall ‘n krossen Mann,

dregg Söcke van sien äigen Schaop

mit moje Klinken dran.

Sien Schaub, de waßt üm up’n Boom,

un sienen Rock van Päi,

de segg: „Ih Lüde, maohnt mi nich,

ick holl miene Plaoze fräi!”

Sien Hus ist ruum un grot,

und rund üm siene Dör,

dor wass’t de Eckenböm so hoch

und kiekt so druusk ümher.

Up sienen Esk, dor riepet üm

de Roggen äs Gold so gähl,

un up sien Moor, dor bläihet üm

dat Pännekaukenmähl.

Wenn frauh de Hahne kreihet,

dann sprink he ut sien Bett

un segg: „Nu, Jungens, bi de Hand

un hollet jau Gebet!”

Dann geitet de Flägel diklipperdiklapp

de Döske up un of,

dann ruusket de Weiher, dann stuff dat Kaff,

dann güff et Mäöhlenstoff.

Gesund un wallgemaut
ett he sien Roggenbräi
un nümmt den Plaugsteert in die Hand
un ackert lat un fröih.
Un häff dat Aovendklöcksken lütt,
häff he sien Arbeit daohn,
dann sleit he in sien Tunnerpott
un steckt sien Piepken an.
De hümmelske Bur
is wall`n krossen Mann,
wat frögg he naoh de häile Welt,
he häff sien Wallbestaohn.
Man Gott un siene Obrigkeit,
de hollt he wall in Ehrn,
un wor’n Krüß anin Wäge steiht,
licht he sien Kippken geern.


Zur Generalversammlung der KFD Hagen a.T.W. (18)

Vor 50 Jahren , an einem Sonntag, läuteten die Glocken zur Andacht vom alten Turm.

Zur gleichen Zeit klingelte es bei uns Sturm!

„Oh Mutter“; sag ich. „Was ist geschehen?“

„Ich bleib bei den Kindern, Du kannst noch zur Kirche gehen!

 

Heute ist Neuaufnahme vom Mütterverein.

Es wäre doch schön für Dich, dabei zu sein!“

Die Turmuhr schlug drei, die Orgel brauste los.

Ich huschte als Letzte in die Kirche und war noch etwas fassungslos.

 

Doch dann kam der gesetzte Herr Pastor Schnäwel

und begrüßte uns in der Predigt mit Freudentränen.

„Meine lieben Frauen und Mütter, ich muss Euch sagen:

Ihr seid das Leitwerk, das Bollwerk von Hagen!“

Mit einem Mutter-Anna-Bildchen und geschwellter Brust

kehrte ich zu meiner Familie zurück.

 

Es blieb eine Weile ruhig in unserem Verein.

Die Zeit ging dahin, was sollte schon sein?

Außer Kaffeetrinken und Ausflug einmal im Jahr,

nichts Besonderes bei uns geschah.

 

Doch dann stieg aus der nächsten Wahl

Frau Änne Rhotert aufs Portal.

Sie nahm das Amt fest in ihre Hände.

Von nun an gab es eine Wende!

 

Sie machte nicht alles allein: mitnichten!

Es wurden verteilt auf viele Frauen viele Pflichten!

Ihr Erbe gab sie nach Jahren dann

zu treuen Händen an tüchtige Frauen weiter.

Euch allen vielen Dank!

 

Heute gibt es einen Frühlings-, pardon Führungskreis,

wo jede um ihre Aufgaben weiß.

Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg und Glück,

denkt an die Worte von Pastor Schnäwel zurück!

Er würde heute zu Euch sagen:

„Ihr seid nun das Bollwerk von Hagen!“

 

 

Hagen a.T.W., 14. Februar 2007

Martha Herkenhoff geb. Koch

10 Jahre Singekreis des Heimatvereins (17)

 

 

 

  1. Et was eenmol in Maien,

datt was vö 10 Joahr,

dau mende partout de Heimatverein

to gründen eenen Chor.

Herr Kampe un auk Rektor Herkenhoff de löiten keine Ruh.

Ne Dirigentin, de hann se noa nich, de find sick woll irgendwo.

 

  1. Nu keimen eest moll 15 Mann,

de föngen ganz zaghaft an:

„Der Mai ist gekommen“, „Der Mond geht so still“,

„Am Bach die Veilchen blühen!“

Van Dage singe wie machet Läid,

un stellt us auk öffentlich doar.

Saugar mit de Sänger ut Sudenfeld,

singe wie schon gemischt mit im Chor.

 

  1. Un use Anni, genannt Felicitas,

datt helpet immer noa ut.

Sau lange wie et sick noa räigen kann,

kümp et doa nich mä herrut.

Wie olle segget een Dankeschön

un wünschket em usen Elan.

Dann kürn wie bestimmt singen in 10 Joahr

komplett noa den „Löwenzahn“!

 

Hagen a.T.W, im Jahr 1982

Martha Herkenhoff geb. Koch

Plattdeutscher Heimatabend zur 900-Jahr-Feier am 18. April 1997 (16)

 

Wo kuorm ick woll hiär?

Ümme de Jahrhundertwende bin ick gebuoren

un bin schon lange Tied „doa buoben“!

Ick häwwe den Petrus biärdelt un flotteert:

„Lott mi eenmoll herunner noa Hagen, ümme to seihn, wie ett de Lüer doa woll geiht.“

„Na gut“, segg Petrus, „ick bringe di wegg bet noa den Maund.

Doa steht no van de Ameriköners son aulen Juckel herümme;

doa seß du die drin, ick giewe di ’nen Schupps, un du souses noa Hagen herunner.“

 

Oje, oje, watt was dat fön ’ne Hiemelfoahrt,

un plötzlich seit ick hier an düssen Ort.

Nei! Dat is nich Hagen, dat kann nich sien.

Hier bin ick jä mien Liäwedag noa nich wiesen!

 

Doch dann schlöig up eenmoll de Kiärktordenuhr.

Jau, datt lurde noa genau sau oss früher.

Ick keik rund ümme de Kiärken; jau, doa was ja Papa Hans!

Doch de strahlt jä in eenen ganz hellen Glanz!

 

An de Kiärkendürden stönd: hier „de Ehemalige“!

Direkt up de ännern Siete doa steiht ne nigge.

Watt häww ick mi wünnert, sau een Element!

Doa is jä Platz fö een ganzet Regiment!

Gie mürget woll up de Duer olle fliedig noa Kiärken hen gaun,

süss hett et am Ende noa dat Linkemeyer-Stadion!

 

Ick sochte mi wä de Duorpstraude wier,

hier kenn ick baule gar nix mä wier.

Bien Büscher in Ingang, doa was sonne schöne schmiedeieserne Dürden.

Ick frauge mi, Lüer! Wo is de blauts blieben?

 

Bien grauten Schmed an Sülverbiärge

wöiten fö viele Joahre schon maket söcke Gewiärke!

In de Fensters doa leigen ollerhand Brillen, Uhrden und Schmuck.

Krieg man hier denn kein Glas Beer mä un keinen Schluck?

 

Watt sitt denn doa buoben an de aulen Kiärken fö’n Gespenst?

Huch, dat is jä use St. Martin mit sienen Hengst!

Watt harre de jetzt woll sülwest gärdn son halben Mannel toa Stell,

dann höng he doa nich sau witt un grell.

 

– 2 –

 

Dann häww ick mi wünnert üöwer dat Kriegenhues,

doa sütt jä oalles ganz änners ut.

Van binnen un bouten is oalles ümmekrämpelt worden,

sau gar eenen Beergarten mitten up de Strauden.

Sau een Hotel – mitten in Hagen – dat kieket juch an!

Doa kuomet doch sicher de 4 Stärden noa dran!

 

Doch up de ännern Siete! Sie ist nicht mehr da!

Wo blieb Gibbenhoff’s Veranda?

Watt harre ick mi hier gärdn ewwas hensett

un mi van de langen Reise ewwas resst.

 

Hier kregget auk kein Hauhn un kein Hahn nich,

nei, üöweroll is de Stall lieg.

Kein Schwientken, kein Schaup, keine Ziegen an Bande,

woa de Lüer früher töigen mit no’n Lande.

Kartuffelplänter, Schöiffel un Hulda up de Schoufkoarden orre Bollerwagen,

sauwatt sütt man jä üöwerhaupt nich mä in Hagen.

 

Nu es trügge in de Duorpstraude dann.

Eenige Dörper Börgers, woa sind se blieben? Wo sind se dann?

Generationen vö iähr, de hett stauhn iähren Mann.

 

Son fliedigen Görner achtern Biärge, de häww sick nich resst un häww nich schlaupen.

He konn forts mährere Hüser up eenmoll mitten in Duorpe kaupen.

Dat Kortlücken Lene schlöig bestimmt de Hände touhaupe üöwern Koppe,

pick in de Niendüden ligget nu louter bunte Ballen Stoffe.

 

Doagigen was forts Schnieder-Flink.

De Ladendüden makere sau ganz fien „Klingelingeling“.

Buobendrüöwer stönt „Feinkostladen“!

In de Auslagen leig eene Zitrone un twee broune Bananen.

 

Doa steiht je auk noa dat schöne aule Fachwerkhues,

doch Arthur mit de Frau toigen doa auk herut.

Watt hüete der Meiermarkt is vom Fach,

doa was früher Kreimer – alles unter einem Dach!

 

Un et wiet van juch noa ’ne ganze Masse,

Kreimer’s Agnes was oalletied an de Kasse.

Liär man doa ’ne Tantbössen up den Tresen,

dann froggte et ganz vedutzt: „Wusse vereisen?“

– 3 –

 

Wat früher Stock’s August was, dat is hüete Karin S.,

doa giff et jetzt de niggeste Moude, jung un fesch.

Du muss bloß uppassen, dat du nich ut de Fougen geröss,

fö Frau Breitenkamp is doa gar nix löss.

 

Bien Ossege un bien Konersmann

doa is drinne bliewen de aule Stamm.

De eene veköff immer noa goe Wurst un Schinken,

de ännere veköff goe Schouh, doa broukse nich mä inne hinken.

 

Un dann eest moll de Gibbenhoff,

de strahlt je auk ganz nigges noa.

Watt häww sick hier manches veännert doch.

 

De kleenen Schöppkes fö Splittern un Bäckerwagen,

neimp man sau nau un nau te dale.

De ganze Wisske, de ganze Platz, is hüete pflastert raut un schwatt.

Man find in ganz Hagen nirgendwo mä son aulen Patt.

 

De Frommegger un de Beckmann’s Flitt,

kreigen de van achtern gar nix van de Dorfsanierung mit?

Owwer ick gläuwe, jetzt döit sick watt!

Ick häwwe seihn en grautet Mürkerfatt.

 

Bien Dammermann doa is van innen woll oalles wiäge:

De Wirtschaft, de Laden, de Backstuorben un de Diäle.

Un buoben doa was een grauten Saal,

hier wöiten Hochtieten un Feste fiert sau manches Mal.

 

Un Paul un Elli de brochten Stimmung mit Musik un de schönsten Weisen.

Un Göbbels spielde doatou de eerste Geige.

Hier find man hüete den Veschönerungsverein,

du wäss wä upfisst van Kopp bet ton Tein.

Doa nebenan de aule Duorpschmie wöit jä ganz affrett,

dat was to miene Tied oll dat reinste Gruselkabinett.

 

Watt wöit hier bowwet, ganze Siedlungen, graute Kassens;

Ick kann dat olle gar nich fassen!

Un woviele Doktors sind doa olle drinne,

fö utwuossene Minsken un extra fö Kinner.

 

 

– 4 –

 

Nu segget moll, wätt juch de Tied mangest lang?

Orre sind wirklich sau viele Lüer in Hagen krank?

Früher betreude de aule Rat de ganze Samtgemeende Hagen.

Nich mit den Auto, nei, mit Piärd un Wagen.

 

Is doa nich dat aule Schwesternhues, Annastift?

Dat häww jä wahrhaftig een grauted Gesicht.

Früher makeren Schwester Lukretia un Limberta oalle Dage Sönndagsdienst,

un datt göng oalle auhne Krankenschien.

 

Manch kaputte Knei, Geschwür orre Wehwehchen kreigen se wä in Gang.

Doafö wöit iähr dann oss Dank

je noa Joahrestied een Kuorf vull Kirsken orre Appels brocht.

Ne graute Wurst gaff et dann auk noa in Winterdagg.

Van Dage brouket de owwer ännere Granaten,

mit ’nen Appel un Egg küernt de auk nix mä maken.

 

Bi Stock’s an Huese is nich mä eene Niendüden,

van dat ganze Kraum is woll bloß de Joahrestall bliewen.

Direkt up de ännern Siete,

doa arbeetere man doch mit Kredite.

 

Ick häwwe hoart, et is immer noa een Geldinstitut.

Van bouten sütt dat Hues noa de Zeugen Jehowas ut.

Hier giegenüöwer was doch Ackerland.

Brockmegger’s Hannes planterre hier doch Steckröiben un Kartuffel an.

De Landwirtschaft is woll auck nich mä interessant.

 

Ick dräggere mi ümme, nei, wat steiht doa fön Riesenhues,

hier kenn ick mi eenfach nich mä ut.

Hier stönd doch früher ’ne kleene Schoule mit Bänke un Pult.

Watt bedriewet de hier jä vandage eenen Kult!

 

Rathues steiht doa buoben, hier müet se oallemän beraun,

wie se juch up de Duer noa länger küernt teihn de Ohrden.

An Fortschritt un Moude was manchet uptohalen,

de Hauptsake is, gie küernt dat up de Duer oalle betalen.

 

Wi lärden früher fö de Bibel ut de eesten Lesefibel, dat Heiner im Strochennest

– buorm up de Schoule – fö louter Möhigkeit inschlaupen was, ganz fest.

Off dütt Schlaupen, düsse Draum

immer noa inne Stänners sitt, bet unnern in Kellerraum?

– 5 –

 

Doch nei! In ’ne Verwaltung doa sitt de fliedigsten Lüer ut den ganzen Land.

Dat is sau gar den Norddeutschen Rundfunk bekannt.

Et wätt auk nie nich eener krank.

Un bröck doa moll Vekühlen orre de Grippe ut,

se kuriert sick giegensietig wä ut.

 

User Herrgott, de keik kottens up de Ährden lange.

„Ümme de Lüer in Hagen“, segg he, „is mi nich bange.“

Watt hätt de auk den Heimatverein in Gange.

 

De wöit hier gründet fö üöwer 30 Joahr.

Und dat is doch woll oallen kloar!

Een ganz herzlich Danke

an usen siäligen Rektor Herkenhoff un an usen leiwen Heinrich Kampe!

 

Ick konn juch hier noa manches vötellen,

doch will ick juch den schönen Aubend nich vögällen!

Doch up den Weg non Maund, dau häww Petrus mi seggt:

„Doa unnen in Hagen, doa fiert se dat ganze Joahr een Fest!“

 

Vö üöwer 900 Joahre wörn hier schon Lüer ant wiärken.

Se bobben daumolls schon ut Holt ’ne kleene Kiärken.

Un oll jugge Ahnen un Urahnen, de düsse Welt hätt velauten,

de häwwe ick oalle dür dat graute Himmelstor lauten.

 

Wenn de Herrgott hoarde, doa kümp eener van Hagen,

häww he sauforts dat graute Sündenregister touschlagen.

Drümm segg ick juch:

Hault wiederhen den Herrgott un de Kiärken in Ährden,

doet jugge Kinner wiederhen dat Vaterunser lährden.

 

Stoaht jugge aulen Lüer un den Neigesten bie.

Un ick wünske mi doabie:

Wenn dann in 100 Joahrden dat 1000-jährige wätt fiert,

van usern aulen Toarden immer noa de Glocken tou de Misse lürt.

 

Ick frauge mi jetzt, wie kuorm ick wä trügge?

Off dat aule Ding van den Apollo woll noa flügg?

Doa buoben an de Hüttenstraude,

doa steiht noa son ganz aulen Herforder Diesel up den Hoff,

off de woll häff den richtigen Treiberstoff?

 

– 6 –

 

Ick mutt doch wä trügge in’t Weltenall!

Dau gaff dat up eenmoll eenen fürchterlichen Knall!!

Ick was ganz ferrig – gie gläuwet et kaum!

Ick harre noa nie son langen Draum!

 

 

 

Hagen a.T.W., im Jubiläumsjahr 1997

Martha Herkenhoff geb. Koch

Zum 50. Geburtstag meiner jüngsten Schwester Hilde Ruthemeyer (15)

 

 Use Herrgott makere Fieraumend un siängere datt Land.

He stönd an eenen herrlichen Diek un keik üöwern Rand.

Hier stönd he gäden un auk faken,

hier stolzierden de Störke un de Poggen quaken.

 

Watt häw wie vön Dotum? 12. Juli Niegenteggenhunderteenunvettig!

Doa sind jä no ’n paar Kinner ferrig!

De möit unbedingt noa no’ Hagen brocht wäden,

bie Engelmeggers inne Steenkuhlen doa neimen se den dicken Jungen gäden.

 

De Sturk neimp datt Bündel vorsichtig in sienen Schnabel,

sau brochte he den kleenen Kerl ganz sicher noa Hagen.

De Herrgott segg to den Sturk: „Nu wätt et owwer Tied,

et is glieks 11 Uhr, un de Wägg is immer nütte wiet!“

 

Et was holl düster, datt kleene Wichtken in’n Schnabel,

sau fleug de Sturk ganz sicher noa Hagen.

Wo is de Waterkouten? Use Herrgott is jä verrückt!

Doa noa een Kind henn, doa han’se jä schon sieben Stück!

 

He keik hier un doa in de Fensters herrin,

feilde doa nich ännerwächten viel biäter een Kind?

Datt kleene Wichtken siä ganz sinnige: „Och, dott datt nich!

Doa unnern uppe Bank sitt ’ne Frau mit son fein Gesicht!

 

Un de Mann doagiegen mit de blobben Kappen,

datt süölt wäden miene Mamme un mien Pappe!

De hätt mie schon lange schluoten in iähre Hatten!“

 

De Sturk gaff nau, un he dachte bie sick:

„Do ais jä auk noa Maria, een ganz vernünftig Kinnerwicht!

Mit de ännern datt was olle sau viele noa nich!“

 

Den ännern Muorn, de Lüer wörn schon noa Telgte gauhn,

drofften wie datt kleene Wichtken bestaunen.

De Mamme harre ton achten Moll den Kinnerwagen hiärkriegen,

wie ne kleene Prinzessin soll et doa drin liggen!

 

Use Pappe was ganz up sien bestet Been,

son feinet Kindken harre he üöwerhaupt noa nich seihn!

Dau göng datt graute Roan ümme den Namen löss,

wie soll datt Wichtken heiten bloss?

 

De Mamme mende: „Monika, Waltraud, Euphemia!“

De Pappe: „Sau roup ick datt Kind doch nich, datt is doch woll kloar!“

Se wöiten sick eenig up Hildegard,

doch datt „Gatt“ soll bloß sien fö datt Blatt!

 

Wie wörn olle ganz schnell in Bilde,

datt kleene Süster soll heiten – Hilde!

Du wüösses – wie olle Kinner – schnell heran,

un gönges noa es wänners noa Schoule dann.

 

Doa wös Du auk kein bietken bange

un et durde garnich lange,

dau stönnes Du buoben uppen Pult to singen,

de schönsten plattdütsken Leeder löites Du erklingen.

 

Un auk süss has Du goe Noten doabie,

de Mamme un de Pappe un wie olle wörn ganz stolt up Die!

Du wöites baule een feinet junget Wicht,

sau kreig Die de Ruthemegger’s Hansi moll tou Gesicht!

 

Den ganzen Dagg harre he Die in Kopp un Magen,

un immer un immer keimp he wä noa Hagen.

Gie Beeden han juch baule leiv un gäden,

un ett soll auk eenmoll hieroat wäden.

 

Doch eest wöt noa bowwet, een resolutet Hues,

Hansi woll mit siene Mammen ut de Mietswohnung herrut.

Jüst tou de Tied satt he in Hannover tou lärden,

un bie den Rohbau mösses Du sau manches vöregeden.

 

Watt de Handwerkers bruket, Zement, Steine orre Sand,

datt neimes Du ganz schnell inne Hand.

Et was baule ferrig dat Hues, un de Hochtied stönd an,

Hansi hölt de schönsten Bruet wiet un siet anne Hand!

 

De Pappe geif Die ton Affscheed lachend de Hand,

doch wie’s da drinnen aussieht, datt göng keinen watt an!

Van ollen Sieten, besonders van use Aulen,

wöit Glück Die wünschket, et soll in Pattkenhoff recht gout Die gauhn!

 

Wie möit et olle neidlos seggen,

de Wunsk is in Erfüllung gauhn.

Du kanns in son grauten Huese regeden,

kanns wasken un putzen un wisken un fegen.

 

Un 2 Döchters hä gie, datt is ne Pracht,

sind auk holl an’t friggen, mit eenmoll, üöwer Nacht.

Un eenes, datt fiene wie olle ganz toll,

datt sick de Oma bie juch föihlt sau woll.

 

Et feilt iähr an garnix, immer alles Tip-Top,

van de Föite bes tou den frisch frisierten Kopp!

Un Hansi, Dien Mann, de liäwet noa in eene heele Welt,

os Stadtoberamtsrat bring he Die jeden Monat ’nen ganzen Sack vull Geld!

 

Siene Freizeit häff owwer een grautet Laster,

et sind siene Douben, de schiet üöwer Hues un Pflaster.

Owwer ick gläuwe, Du bis nich mä tou bedurden,

Du bis jä schon ganz verrückt up de Flugtied un iähre Uhrden.

 

Wie wünsket Die vull Gesundheit, datt Du noa lange hier herümme flitzen kanns’.

Diene Beine häss Du jä wä up den niggesten Stand!

De schönsten Modelle bie Krabbemeggers de mag de Chefin woll vestiärken,

süss nimms’ Du se olle mit, un löss datt mit Dienen Lauhn verriärken.

 

Doch auk datt günne wie Die van Hatten,

diene vielen Röcke, de bunten, de witten und de schwatten.

Du sass datt olles unbedingt sau behaulen,

diene beeden leiwen Tanten buoben in Huese mag Die de Herrgott noa lange erhaulen.

 

Gottes Siängen un datt ollerbeste doch

datt wünsket Die Diene Geschwister Koch!

Noch viele Jahre sollst Du leben,

noch viele Jahre bei uns sein!

 

Hagen a.T.W., den 12. Juli 1991

Deine Schwester Martha

Hedwig’s 50. Geburtstag (14)

 

 

Vö 50 Joahr, watt was’t en Hallou,

in Waterkouten keimp wä watt Lüttkes doatou.

De Hiäwsdag mit siene vielen Prumen, Appels, Kartuffeln un Bieden,

gaff sauviele Arbeet, et was us Blagen rein touwieden.

De Diäl wöt noa widdelt, de Gardinen wursken,

un jüst dau keimp datt Hedwig doatüsken.

 

Wie wöiten wä ut’n Berre rett,

Nauber’s Grete was bange, wie wörn jä sau nett.

Ganz schnell inne Holsken, de Föite blaut,

ne graute Kouhhederjacken üöwer’t Nachthiemd, was vierste graut.

 

Sau stönnen wie bie Rottmes vö de Düden,

de konnen vö Lachen den Drei nich kriegen.

Den ännern Muorn, nau de unsachten Nacht,

wie han jä nich in Draume andacht,

 

leig son ganz kleen söitet Wicht inne Weigen,

dat kleene Süster harre jä sau gäden Rottmes Grete kriegen.

Nei, sauwatt keimp üöwerhaupt nich in Frage!

Saugar hänsken mende ganz vögnöigt: „Nu häw wie drei Kinner un drei Blagen!“

 

Mit Hedwig han wie olle nich viele Last,

et satt vögnöigt un geduldig siene Stunden aff.

De Mamme brochten se wierkenlang in’t Krankenhues,

dau seug datt bie us men bescheiden ut.

 

Jeder van us mösse seihn, datt he trechte keimp,

dat leiwe, söite Kindken was fö us olle de Sünnenschien!

De Joahre teugen in’t Land, un wie konn et änners sien,

Hedwig was baule en stauts Wicht, noch sau fien.

 

Un oss de Friggers keimen an,

dau stönnt Josef Bensmann owwer auk sienen Mann.

Jung gefreit hat nicht oft gereut,

datt segg bie juch de vögaune Zeit!

 

Üöwer 25 Joahr häff sick olles Bestens rieget,

wenn man sau touhaupe hölt, kann man dat olle woll kriegen.

Jugge Kinner sind jugge ganze Stolt,

un auk de Schweigekinner sind ut ganz prima Holt.

 

Nu ewwas van Beethoven:

Wem der große Wurf gelungen, eines Freundes Freund zu sein, …

Häff bie Hedwig woll 100-fach klungen,

et iss jä sau wichtig dabei zu sein!

 

Bie Die iss immer Tag der offenen Tür,

sau manch Eener föihlt sick woll bie Die.

De Familge, de Naubers und Vöwandten,

de Inwührners, de Freunde un de aulen Tanten.

 

De Kegel- un de Wanderverein, nei, nei, ick höhre noa lang nich up,

doa giff et auk noa den Druffelklub!

Dann kümp noa de Theatergruppe,

van Mütterverein noa sonne Truppe.

 

Un saumit giff et oft drocke Termine,

Du schaffes dat olle mit lächelnder Miene.

Un eest use Aulen, Mama un Papa,

watt hätt de gäden mit juch unner eenen Dake wuhrnt.

 

Se hätt sick woll föihlt, wie in Abraham’s Schoß,

woafö ick van Hatten noa danken kann!

Ee Beeden sind jetz bestimmt in Schaut van Abraham.

 

Nu kieke wie owwer nich mä trügge,

vö de Zukunft wünschke wie olle ganz vull Glücke.

Datt Die Gesundheet un Frohsinn bliff erhaulen,

Diene Familge un wie olle willt datt gäden sau baulen.

 

Watt wär wie bie Die doch immer vöwührnt,

weil wie datt jä garnich olle sau kürnt.

Du backes sau schöne Kuchen un Torten,

un jedes Moll wä ännere Suorten.

 

Wätt Die de Tied auk immer knapp,

noa ganz schnell zaubern, dütt un datt,

Du häss et immer olle parat,

Datt Braut, de Suppen, den schönsten Salat !

 

Owwer de Lüer inne grauten Hee,

de sägg Du nu man wänner Ade.

 

Wenn Du datt olle noa lange wuss maken,

dann sass Du de Hundert woll nich mä raken!

Denn jüst, de runden Tall ganz vull,

datt wünschke wie Die olle ganz dull!

 

Herzlichen Glückwunsch, bleib’ schön gesund,

das sagt mein Herz, und nicht nur mein Mund!

 

 

Hagen a.T.W., den 17. Oktober 1986

Deine Schwester Martha